So ich habe mich jetzt wieder einigermaßen beruhigt, um diesen Text schreiben zu können
Ich wurde in meinen Leben ja schon als Vieles bezeichnet, als gefühlskalt, Arschloch, Idiot, Wahnsinniger, Gutmensch, Kommunist, Spast, Dummkopf,…,Wichser und noch viele andere blumige Bezeichnungen, die mich alle irgendwie verletzten sollten, aber der “Nazi” ist mir doch neu.
Und erstaunlicher Weise ist das auch die einzige Beleidigung, über die ich wirklich sauer bin. Dabei geht es mir noch nicht einmal so sehr darum, dass ich das Wort nicht mag, sondern eher an den Zusammenhang, wie ich als solcher beschimpft wurde. Aber fangen wir am Anfang an.
Es war mal wieder einer dieser Tage, an dem ich wieder ein bisschen bei Twitter rumschaute und dabei auf diesen Tweet von unserem Bundesthüringer Daniel Flachshaar gestoßen bin. Ich dachte mir nicht viel dabei und klickte natürlich voller Inbrunst auf den Link.
Dieser führte mich auf dem Blog einer selbsternannten linken Feministin, die sich Isquierda nennt, was nach einem Piratenkollegen gigasube spanisch für “links” ist. Ich las mir also die Argumente durch, warum man die Piraten nicht wählen sollte, und kam zu dem Entschluss, dass das nur eine Satire sein kann. Zu mindestens so lange ich nicht die anderen Artikel las, die sich mit den Piraten beschäftigten.
Schließlich und endlich, konnte ich mich nicht beherrschen, und verfasste einen Kommentar unter diesem Text. Schließlich geht es ja darum, meine Partei zu beschützen und Unwahrheiten über sie aus dem Weg zu räumen. Und bevor mir jemand wieder Sexismus vorwirft, weil ich die Autorin hier als Autor bezeichnet habe, so sei denjenigen gesagt, dass ich zu den Zeitpunkt nicht wusste, dass die Autorin weiblich ist. Gut ich hätte es mir bei den ganzen Feminismus-Einträgen denken können, war aber in diesen Moment mit was anderen beschäftigt als logische Zusammenhänge zwischen den Artikeln und dem Geschlecht der Autorin zu ziehen. Nennen wir es einfach Postgender, ok?^^
Interessant, wie sich hier über ein solches Medium, wie das komische Forum echauffiert wird. Man hat irgendwie den Eindruck, als versuche der Autor hier alles, um uns Piraten schlecht aussehen zu lassen.
Dabei erkennt er aber nicht, dass er sich ebenso, wie gewisse andere Populisten, sich einer unseriösen Methode bedient.
1. Der Autor scheint sich anscheinend nicht wirklich gut mit den Piraten auskennen, sonst würde er wissen, dass jegliche extremistische Haltung von uns in allerschärfste kritisiert wird.
2. Die Frage ist, ob es etwas bringt solche Meinungen wirklich weg zu zensieren. Nach unserem Grundgesetz, darf jeder seine Meinung frei äußern, sofern er nicht den Holocaust leugnet oder Faschisitische Parolen benutzt. Warum sollten wir ihnen dann nicht auch die Möglichkeit geben das zu tun? Sind wir derart undemokratisch, dass wir ihnen nicht die Vorteile einer wirklichen Demokratie zu gute lassen wollen? Stellen wir uns da nicht mit denen auf eine Stufe, wenn wir sagen: “Eure Meinung passt uns nicht, deswege verbieten wir sie.” ? Eine Demokratie muss auch solche Meinungen aushalten können, denn sonst ist sie nichts wert.
3. Wie schon einige vor mir gesagt bzw. geschrieben haben, verdient das Forum aktuell kaum diese Bezeichnung, da es mittlerweile fast tot ist. Ganz ehrlich, bis zum vorherigen Monat wusste ich nicht mal, dass es überhaupt ein Forum gibt.
4. Warum ignoriert denn der Autor konsequent die Argumente, die ich schon bei 3. erwähnt habe? Passt es ihm nicht darauf zu antworten? Kann er nicht darauf antworten? Oder würde ein solches Argument einfach nicht in seine Argumentationskette passen.
5. Noch ein kurzer Satz zur Kriegsschuld. So weit ich in meinem Geschichtsuntericht kennengelernt habe, waren die Deutschen am 1. WK wirklich nicht Schuld. Wenn ich das noch recht in Erinnerung habe, war es der Kronprinz von Österreich, der in Serbien ermordet wurde, der den Krieg ausgelöst hatte. Daraufhin erklärte Österreich Serbien den Krieg, was bedeutete, dass Russland, als Bündnisspartner von Serbien Österreich den Krieg erklärte und Deutschland als Verbündeter von Österreich Russland usw. Die Schuld wurde Deutschland nur von den Siegermächten zuerkannt, weil diese nämlich genau wussten, dass ale Großmächte, auch die Deutschen übrigens, zu der Zeit den Krieg wollten. Am 2. WK waren wir sicherlich schuld und das will ich auch gar nicht bezweifeln.
6. Unter 5. ist auch sehr schön zu sehen, dass die Geschichte wirklich von Sieger gemacht wird. Jeder der ein bisschen gesunden Menschenverstand hat, wird das verstehen. Ich halte mich da immer gerne an Samuel Butler, der da sagte: “Der Unterschied zwischen Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, daß Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann.”
7. Zum Wegmoderieren der “linken” Meinungen, kann ich persönlich nichts sagen, da ich im besagten Forum nicht angemeldet bin und somit auch selber, als Linker, nicht in diese Erfahrung kam. Deswegen halte ich mich mit meiner Meinung in diesem Zusammenhang zurück.
8. Ist schon witzig. Hier beschweren sich die Leute, dass wir zu weit Rechts stehen. In anderen Foren wird sich darüber beschwert, dass wir zu weit Links sind. Man wirft uns sogar vor, dass wir stellenweise wie die Linken denken würden. Wenn sich die Kritiker mal bitte einigen können, damit wir uns in diesem Zusammenhang doch besserm können, wäre ich sehr verbunden.
9. Wie ich schon eingangs erwähnte, hat man hier den Eindruck, als versuche der Autor alles, um uns Piraten in jeglicher Form nieder zu machen. Ich weiß nicht ob er einer, und welcher, Partei angehört, aber vielleicht sollte er doch mal schauen, ob er sichauf ein derartiges Niveau herabbegeben muss. Gegen konstruktive Kritik habe ich nichts, im Gegenteil. In der Piratenpartei läuft sicherlich vieles falsch bzw. ist damit verschuldet, dass wir unerfahren auf dem politischen Pflaster sind, aber ich denke, dass wir die wirklich einzige politisch Alternative sind.
Ich danke für eure Aufmerksamkeit.
(komplett kopiert, mit allen Schreibfehlern und grammatikalischen Unzulänglichkeiten)
Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, dass man damit ein gutes und konstruktives Gespräch anfangen könnte, bis ich die Antwort der Autorin las, die ich jetzt mal auseinander nehme. (Quelle)
1. Piraten sind, sie beweisen es, so dumm, die Welt in “Extremismus” und “Mitte” zu unterteilen und halten sich selbst und ihre eigene reaktionäre, rechte politischer Bullshit-Haltung für die “Mitte” und für “neutral”, während vorallem das, was links ist, ihnen extremistisch vorkommt, aber alles was politisch reaktionär ist, hochwillkommen. Ungeklärt ist, wie weit rechts die Piraten stehen, warum Faschisten als “neutral” und “beschützenswert” erkannt werden, aber Politik für die breite Masse, ihnen wie linker Extremismus verdammenswert und darum entfernt werden muß. Bei den Piraten ist nämlich alles, was linker ist als Bodo Thiesen und Stefan König “Extremismus” und wird bedenkenlos aus dem politischen Fundus entfernt.
Dass wir Piraten manchmal ziemlich dumm sind, oder besser naiv will ich gar nicht bezweifeln, aber dass wir alles was links ist als extremistisch einordnen wage ich vehement zu wiedersprechen. Z.B. gibt es innerhalb der Partei die relativ große BGE-Strömung, deren Grundstein wir in Chemnitz gelegt haben. Wir halten uns nicht selber für die “Mitte”, da man, auch nach dem Bundesparteitag in Chemnitz immer noch nicht so richtig einordnen kann und das auch ein Weile so bleiben soll.
Ich weiß auch aktuell nicht, wie es mit Bodo Thiesen steht, ob er noch Parteimitglied ist oder nicht, man sollte aber wissen, dass er diese Holocaust-Äußerungen lange vor seiner Mitgliedschaft in der Piratenpartei von sich gegeben hat und das man somit nicht der Partei anlasten kann. Wobei ich hier auch immer ein wenig Bauchscherzen bekommen, wenn man gesetzlich befiehlt: “Du darfst das nicht sagen!” Extremistische Meinungen werden doch nicht aus der Welt geschafft, nur weil man sie verbietet. Im Gegenteil, die Geschichte der Menschheit zeigt doch, dass gerade das, was verboten ist auf Menschen einen besonderen Reiz ausmacht. Zumal es ja noch ziemlich fragwürdig ist, wie man sich als Staat hinstellt und sagt, dass bei uns Meinungsfreiheit herrscht, aber mit den gleichen Atemzug diversen Äußerungen in einer bestimmten Richtung verbietet. Das kling für mich ein wenig schizoid.
Stefan “Aaron” Koenig schreibt sich übrigens so richtig, was nur ein kleiner Hinweis sein soll, wie es um die Fähigkeit der Madame steht ordentlich nach zu recherchieren. Was ihn angeht so muss ich sagen, dass er nicht mehr Mitglied der Partie, sondern freiwillig am 10. Mai 2010 ausgetreten ist, um eine neue viel rechtere Partei, als die Piraten mitzugründen. Seine Äußerungen wurden auch aufs schärfste innerhalb der Partei kritisiert und ich gehe sogar soweit zu sagen, dass er das Opfer eines “Shitstorms” war. Auch hier möchte ich wieder folgendes sagen: Wir leben in einer Demokratie, jeder sollte das sagen dürfen, was er will, sofern er einen anderen nicht beleidigt. Dabei ist es mir egal, wie angepasst, extremistisch oder absonderlich seine Aussage ist. Es geht hier um die Grundprinzipien der Freiheit. Im Übrigen ist er auch nicht sonderlich beliebt und hat zum Parteitag in Bingen auch keine Entlastung bekommen.
2.In ihrem Forum wie die deutsche Kriegschuld geleugnet und es finden sich neofaschistische Parolen. Kritik daran wird entfernt und so wie linke Inhalte allgemein. Letzteres als “Off Topic”.
3. Das Forum ist tot, weil es ein Naziforum ist. Das war mühevolle Kleinarbeit der Moderation, die aus Piraten besteht.
Es ist natürlich immer einfach eine Behauptung aufzustellen, ohne die notwendigen Beweise zu bringen. Wenn die Autorin aber auf die gleiche Weise im Forum argumentiert und redet, so wird die Kritik wahrscheinlich nicht entfernt, weil sie “Off Topic” ist, sondern weil sie einfach nicht der Netiquette entspricht. Wie sie sich einen anderen Ton angewöhnen würde, könnte sie vielleicht eher zum Erfolg kommen.
Und wie ich schon im Kommentar erwähnt habe, waren wir Deutschen garantiert nicht alleine an dem Ersten Weltkrieg schuld. Alle Großmächte wollte damals den Krieg und haben nur nach einem Grund gesucht, damit er ausbrechen kann. Beim Zweiten Weltkrieg waren wir sicherlich schuld. Das will ich gar nicht abstreiten.
4. Weil Sie Bullshit erzählen.
Es ist also “Bullshit”, wenn ich sagen, dass das Forum eigentlich tot ist und meiner Meinung nach sogar gar nicht mehr gebraucht wird? Es ist also “Bullshit” wenn ich der Meinung bin, dass die Meinungen im Forum nicht die der ganzen Partei wiederspiegelt?
Die Autorin scheint sich ziemlich an den Forum zu orientieren. Garantiert hat sie sich auf keiner der Mailinglisten angemeldet und war garantiert nie auf einen Stammtisch oder hat mit Piraten über Mumble gesprochen. Andernfalls würde sie nicht eine solche Meinung über die Piraten haben.
5. Wie gesagt!
Diese Aussage kann ich nicht richtig deuten, deswegen keine Meinung von mir.
6. Geschichte wird nicht von Siegern gemacht. Anzunehmen, Deutschland wäre mit dem Ende des WKII ein “Verlierer” und die Geschichte sie unauthentisch “umgeschrieben” worden, ist Geschichtsrevisionismus pur. Sie sind selbst ein Nazi. (Und darum Pirat.)
Jetzt wird es persönlich. Es ist herrlich naiv zu sagen, dass die Geschichte nicht von Siegern gemacht wird und zeugt auch davon, dass die Dame keine Ahnung von irgendwelchen historischen Zusammenhängen hat. Wenn wir davon ausgehen würden, dass Hitler und damit das Deutsche Reich den Krieg gewonnen hätte, würden wir heute garantiert nicht davon sprechen, dass Deutschland den Krieg angefangen hat, sondern wahrscheinlich davon, dass die Polen uns arme Deutsche einfach überfallen haben (Sarkasmus).
Meine Aussage bezog sich auch nicht auf den Zweiten Weltkrieg sondern auf den Ersten, den sie ja in ihrem Text auch mit erwähnte und da bleibe ich bei meiner Aussage, dass alle Großmächte damals den Krieg wollten.
Mit aber zu unterstellen, dass ich ein Nazi bin, ist schon ein starkes Stück. Ich bin nicht Pirat geworden, weil ich so gerne im Hinterzimmer über Juden, Ausländer oder Linke hetze. Ich bin Pirat geworden, weil mir unsere Bürgerrechte am Herzen liegen, weil ich nicht tatenlos zusehen kann, wenn man den Rechtsstaat in seine Einzelteile zerlegt. Ich bin Pirat geworden, weil ich die aktuelle, verlogene Politik nicht ausstehen kann, weil ich ehrliche Politik machen wollte. Mir zu unterstellen, dass ich ein Nazi bin zeugt davon, dass die Autorin anscheinend noch nicht die intellektuelle Reife hat sich auf ein vernünftiges Gespräch einzulassen. Mir tun ehrlich gesagt ihre Kinder leid, die unter einer solchen Fuchtel aufwachsen und vermutlich total verkorkst werden. Frau zu Guttenberg da müssen sie mal einschreiten (kleiner Gag am Rande).
7. Soweit ist mich erinnere, hielt sich Hitler auch für ´nen Linken. Auf jeden Fall wohl aber Röhm. Beide waren Faschisten. Sie sind aber auch nicht links, sie sind Pirat. Ein Selbstbekenntnis als Linker und die Mitgliedschaft in einer postdemokratischen Partei gehen nicht zusammen. Dass sie sich für einen Linken halten, ist völlig gleichgültig, dass sie keiner sind, beweist ihr Engagement für eine Nazischützerpartei.
Jetzt werde ich auch noch mit Hitler und Röhm verglichen. Es wird immer besser. Politisch halte ich mich für linksliberal, da ich für das BGE und Mindestlohn, aber auch für die Gleichstellung von Art von Partnerschaft, die sich im Rahmen des Erlaubten befindet, bin. Ich bin, wie schon oben gesagt, für die Meinungsfreiheit, für die komplette Meinungsfreiheit, ohne irgendwelche Meinungen zu verbieten, nur weil sie nicht ins gegenwärtige politische System passen. Ich bin für Religionsfreiheit und gleichzeitig für die konsequente Trennung von Staat und Kirche. Ich bin dafür, dass die Unschuldsvermutung so lange gilt, bis jemand wirklich rechtskräftig verurteilt wurde und das gilt auch, wenn dieser schon vorher gestanden hat. Ich bin dafür, dass jedem Menschen die gleichen Chancen und Rechte gegeben werden, ab dem Zeitpunkt seiner Geburt.
Deshalb bin ich links und liberal. Und das geht auch in einer Partei, wie bei den Piraten.
8. WER äußert sich Beschwerden, sie stünden zu weit rechts? Bei Thiazi? Und sie denken nicht “wie die Linken”, sie klauen da höchstens Überschriften, um zu manipulieren. Tatsächlich wird das BGE aber schon als “kommunistisch” diskutiert und darum bekämpft und abgelehnt. Die dortigen Vorstellungen von dem was links ist, sind rechten Vorstellungen entlehnt. Nur für Faschisten ist das BGE kommunistisch. Das einzige, wofür Faschisten außerhalb der Piratenpartei, sie für links halten können, wäre ihre Queerpolitik, aber schlußendlich heißt das auch nur: Sie verzichten nicht auf schwule Faschos und Faschos im Kleid. Ob das ein Fortschritt, ist?
Das Problem mit Sarkasmus ist, dass er eine gewisse Grundintelligenz voraussetzt und wenn der Gesprächspartner ihn nicht versteht muss man erst wieder stundenlang erklären. Das nächste mal werde ich wohl den Sarkasmus-Tag benutzen müssen.
Ich meinte damit die Autorin, die uns nachweislich als zu rechts einordnet. Andere, hauptsächlich aus vielen Foren, wie z.B. Spiegel Online, halten uns für zu links bzw. als linke Gutmenschen, die sich die Hand mit den Linken, Grünen oder SPD geben kann. Deswegen schreib ich, dass sich die Autorin doch besser mit denen auseinandersetzen sollte, damit sie mit ihnen zu einen gemeinsamen Konsens kommen kann und wir uns dann entsprechend ändern.
Natürlich nimmt sie mit jede Gesprächsgrundlage, wenn es behauptet, dass jeder, der das BGE als kommunistisch ansieht ein Faschist ist. Ich persönlich kann die Ängste einiger verstehen – nicht teilen, nur verstehen, wenn sie sagen, dass ein Grundeinkommen, welches jeder bedingungslos, ohne irgendwas dafür zu tun, bekommt, eine Gefahr für die Wirtschaft ist. In erster Linie erscheint es sogar logisch, denn warum sollte ich arbeiten, wenn ich doch auch zu Hause bleiben und mein Geld kassieren kann. Das Problem ist aber, dass die wenigsten Menschen dazu neigen, sich dem Müßiggang hinzugeben. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, dass alle die aktuell wirklich keine Lust mehr auf arbeiten haben (was ein äußerst geringer Teil ist), nur deswegen in dieses Situation gekommen sind, weil sie vom Staat und der Gesellschaft aufgegeben worden. Und wenn man das nicht verstehen kann, wenn man sich nicht in die Argumentation Anderer hineinversetzen kann, dann sollte man doch bitte aufhören andere zu beleidigen.
Was den letzten Punkt zur Queerpolitik angeht und diese Aussage mit einigen anderen aus dem Blog vergleicht, so fällt auf, dass die Autorin anscheinend einige Problem damit hat, dass es so etwas wie Transsexuelle, Homosexuelle oder Bisexuelle gibt. Anscheinend, und das ist nur meine Meinung, betrachtet sie diese Personengruppen als minderwertig. Das fragt man sich natürlich, wer jetzt der Faschist ist…
9. Die Piratenpartei ist eine postdemokratische Partei, mit bemerkenswerter Nähe zu Neofaschisten, Holocaustleugnern, Rassisten und Rechten, die sich – wie die Piraten – auch selbst für die politische Mitte und “neutral” halten, und sich aus dem Anspruch offen gegen links einsetzt. Die Anti-Antifa-politik der Piraten steht der der Rechten in nichts nach, der Antikommunismus auch nicht. Die Piratenpartei vertritt keine linke Inhalten und mobbt Linke als “Extremisten” raus. “Links” sind die Piraten nur in soweit wie die NSDAP sozialistisch, sprich: links. Wenn sie die Historie beider Parteien vergleichen, kann man nur froh sein, dass die meisten Piraten echte NERDs sind, also ihre Schlägertruppen nur im Internet auf die Jagd nach politischen Gegner schicken.
Ein schönes Schlusswort für eine Argumentationskette, die dümmer nicht sein kann. Sie bezeichnet sich selber als antifaschistisch. Da möchte ich gerne den Maler und Bildhauer Anselm Kiefer zitieren: „Man kann nicht in einer Zeit, wo es nicht viel kostet, anti zu sein, für sich ein Wort in Anspruch nehmen, was nur Sinn macht in einer Zeit, wo es das Leben gekostet hat, antifaschistisch zu sein.”
Nochmal zum mitmeißeln: In der Piratenpartei gibt es viele verschiedene politische Strömungen. Dies ist auch kein Wunder, wenn man bedenkt, warum sie so viele Mitglieder bekommen hat. Ich will nicht bezweifeln, dass wir Faschisten und Nazis in unserer Partei haben. Genauso will ich aber auch nicht bezweifeln, dass wir genügend Gegner zu diesen politischen Pol haben. Bei uns gibt es sowohl rechte Meinungen, als auch linke Meinungen. Und das ist auch gut so, denn nur durch Meinungsvielfalt kann ein geeigneter Konsens gefunden werden. Das ist das Grundprinzip jeder demokratischen Gesellschaft.
So, ich bin fertig mit meinen Ausführung. Vieleicht noch eins, zwei Worte zum Blog an sich.
Erstaunlicher Weise bemühen sich die Piraten, die ja so böse und alles Faschisten sind, eine Diskussionsgrundlage zu schaffen. Der Blog ist weitestgehend frei von irgendwelchen Trollen oder Shitstorms. Die Einzige, die das wirklich trollt ist die Autorin selber, die seltsamer Weise keine andere Meinung, als die ihre zulässt. Wer etwas sagt, was ihr nicht in den Kram passt ist dann gleich ein Faschist, Nazi oder Antifeminist. So lassen sich keine Ziele umsetzen. Jeder Mensch sollte immer bereit sein, höflich und freundlich mit anderen zu sprechen. Wenn man so redet und schreibt wie sie, so schadet das den eigenen Zielen eher, als dass es ihnen hilft. Menschen schalten nämlich auf Durchzug, wenn sie beleidigt werden oder werden selber beleidigend. Das sollte man immer vor Augen haben.
Was die Überschrift des Blogs angeht, so will ich nur sagen, dass Anarchie auch nicht wirklich eine erstrebenswerte Gesellschaftsform ist. Das hat uns schon die französische Revolution gezeigt, dass Menschen ohne Regeln und Gesetzte den Tieren nicht unähnlich werden. Aber es steht natürlich jedem frei etwas anderes zu denken. Das ist ja gerade so schön in einer Demokratie und auch der Grund, warum sie die einzig wirklich brauchbare Staatsform ist.