Peter Goldman

"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen." – Heinrich Heine

Neues aus dem Archiv: TS 3 – Das unbekannte Programm

Ich habe mal wieder einen Blick in mein Archiv gewagt.

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit mal einen Job bei Spawnpoint. Dort habe ich verschiedene Themen bearbeitet, die mit Computerspielen und Medienpädagogik zusammenhängen. Eins davon war eine Art Online-Spielplatz. Dort sollten Multiplikatoren (Eltern, Lehrer usw.) lernen mit Spielen umzugehen und im “Clan” zusammen zu spielen.

Da da auch nicht ganz so technikaffine Menschen dabei waren, musste jemand denen das zeigen, wie sie mit den Spielen und Temasspeak umzugehen haben. Dabei habe ich dir Rolle des Erklärbärs übernommen. Hier der von mir gefundene Text zu TS3:

TS 3 – Das unbekannte Programm

Hallo un herzlich willkommen zu unserer kleinen Anleitung: “Teamspeak 3 – Das unbekannte Programm”. Ich bin euer Gastgeber Christian, im Auftrag vom Institut für Computerspiel – Spawnpoint.

Teamspeak ist generell ein Programm zur mündlichen Kommunikation übers Internet. Dabei stehen im Gegensatz zum Telefon die Gespräche innerhalb einer Gruppe oder eines Teams im Vordergrund, daher auch der Name Teamspeak. Um die Kommunikation zu ermöglichen muss vorher entweder ein Headset, ein Kopfhörer mit Mikrofon oder ein Lautsprecher mit Mikrofon an euren PC angeschlossen sein. Wie ihr das macht entnehmt ihr bitte der Anleitung: “Wie und wo schließe ich ein Headset an.”

Kommen wir aber nun zu dem, was euch wirklich interessiert: Wie ihr das Programm installiert und konfiguriert.

Um das Programm zu installieren müsste ihr diese natürlich zunächst einmal holen. Dazu gebt ihr in euren Browser, also dem Programm, mit dem ihr auch auf diese Webseite gelangt seit, hier Mozilla Firefox, die Adresse www.teamspeak.com ein oder benutzt die Weiterleitung in dieser Anleitung.

Wir kommen damit auf die Startseite von Teamspeak und klicken da sogleich auf Downloads. Danach ist es von Bedeutung, welches Windows-System ihr habt, also 32-bit oder 64-bit. Um das zu überprüfen drückt ihr entweder die “Windows”-Taste, also die Taste mit den Symbol von Mikrosoft Windows, und die “R”-Taste oder klickt auf “Start” und “Ausführen”.

Da seht ihr das Ausführen-Fenster und gebt dort, was hier schon steht “dxdiag” ein und drückt auf “OK”. Es kann sein, dass ihr je nach Rechner ein wenig länger warten müsst oder kürzer. Auf alle Fälle seht ihr danach dieses Fenster, namentlich “DirectX-Diagnoseprogramm” . Dort steht unter “Betriebssystem” welche Bit-Version ihr habt, bei mir ist es die “64-Bit”-Variante.

Danach könnt ihr das Fenster schließen und eure passenden Client mittels “Download” runterladen. Wobei ihr zuvor noch die Lizenzvereinbarung oder auch EULA seht. Diese könnt ihr euch gerne durchlesen, wenn ihr denn des Englischen mächtig seid, ihr könnt es aber auch lassen. Hier steht nichts drin, was euch später in irgendeiner Weise schaden könnte oder euch Haus und Hof kostet. Drückt wenn ihr euch diese Vereinbarung durchgelesen habt oder mir vertraut auf “I agree”, denn nur dann fragt euch euer Browser, ob ihr die Datei wirklich herunterladen wollt. Wir wollen und drücken somit auf “Datei speichern”.

Was als nächstes passiert hängt stark von den Einstellungen eures Browsers ab. Wenn ihr wie ich euren Browser so eingestellt habt, dass er die Dateien automatisch in einen Ordner schiebt, braucht ihr nichts mehr machen. Ansonsten müsste ihr ihm noch mitteilen, wo ihr die Datei den gerne haben wollt. Hier bietet sich entweder der “Eigene Dateien”-Ordner von Windows an oder der “Desktop”, eure Arbeitsfläche, da ihr da die Datei am besten wiederfindet.

Danach klicken wir mit Rechtsklick auf die Datei im Download-Manager um sie mit einen Linksklick auf “Öffnen” zu öffnen. Jetzt sollte sich das Installations-Fenster öffnen. Es kann aber auch passieren, dass Windows sich beschwert, dass keine Administrator-Rechte bestehen. In diesem Fall müsst ihr euch in das Administrator-Konto einloggen. Ist diese Hürde beseitigt, begrüßt uns das Programm und meint, dass wir auf “Weiter” drücken sollen um fortzufahren. Ich denke es erübrigt sich zu sagen, dass wir das auch tun.

Hier seht ihr noch einmal die EULA, die ihr euch gerne wieder durchlesen, es aber auch sein lassen könnt. Ihr müsst nur auf “Annehmen” klicken, da wir sonst mit der Installation nicht weiter machen können.

Der nächste Bildschirm will wissen, ob wir Teamspeak 3 für alle Benutzer installieren wollen oder nur für den lokalen. Wenn mehrere Personen euren Rechner benutzen, ist es vielleicht ganz praktisch das Programm nur auf euren Benutzer zu installieren. Achtung: Wenn ihr euch vorher als Administrator angemeldet habt, müsst ihr Teamspeak für alle Benutzer installieren, da ihr das sonst nur als Administrator benutzen könnt. Klickt auf “Weiter”, wenn ihr euch entschieden habt.

Danach sollen wir uns aussuchen, wo wir das Programm gerne hin installieren wollen. Lasst am besten alles so, wie es ist, es sei denn natürlich ihr habt eure eigene Ordnung, dann könnt ihr den Pfad natürlich verändern, wenn ihr denn wisst wie. Wieder mit “Weiter” weiter.

Wir sollen den Speicherort der Konfigurationsdatei festlegen, also die Datei, die alle Daten bei der nachfolgenden Konfiguration beinhaltet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es besser ist, dass schon von vornherein Aktivierte, also die Eigenen Dateien lassen. Sonst kann es zu Problemen führen. “Weiter” nicht vergessen.

Die allerletzte Hürde der Installation steht uns bevor: Die Programmverknüpfung. Hier könnt ihr auswählen, unter welchen Namen ihr das Programm unter “Start” -> “Alle Programme” wiederfindet. Ich würde euch auch hier raten, alles zu lassen wie es ist. Wenn ihr fertig seid klickt auf “Installieren” und das Programm fängt an die Dateien in den gewählten Ordner zu schieben. Wenn es fertig ist und auch “Fertig” zu sehen ist, könnt ihr das Programm mittels “beenden” logischerweise beenden.

Jetzt kommen wir zum Programmstart und zur Konfiguration. Schließt dazu alle offenen Fenster oder minimiert sie und sucht auf eurer Arbeitsfläche, auch “Desktop” genannt, nach dem “Teamspeak 3″-Symbol. und klickt doppelt drauf. Danach müsst ihr ein wenig warten, da Windows die ganzen neuen Daten erst einmal richtig verstehen muss. Am Ende dieser Lade-Orgie zeigt sich auf alle Fälle das Programm samt dem Konfigurationsassistenten.

Mit “Weiter” können wir mit der Konfiguration anfangen.

Als erstes werdet ihr nach euren Nicknamen gefragt. Benutzt da am Besten den gleichen, wie auf der Webseite, damit wir euch auch eindeutig erkennen können. “Weiter”.

Jetzt habt ihr die Auswahl zwischen zwei Übertragungsmethoden. Zum einen die “Sprachaktivierung” und zum andern “Push-to-talk”. Eigentlich stehen einige Informationen schon im Text, aber die Macher von Teamspeak haben meiner Meinung nach etwas vergessen. Deswegen bringe ich euch beide Methoden näher.

Sprachaktivierung bedeutet, dass jedes Signal, hier Geräusche, ab einer bestimmten Grenze an eure Mithörer übertragen wird, das heißt alles was ihr sagt wird übertragen, sofern es den laut genug ist.

Push-to-talk heißt, dass ihr vorher eine Taste drücken müsst, bevor ihr anfangen könnt zu sprechen, oder bevor er anfängt die Geräusche zu übertragen. Dabei gibt es keine Aufzeichnungsschwelle und alles wird übertragen. Achtung: Ihr müsst die Taste die ganze Zeit eurer Ausführungen drücken, sonst kommt nur die Hälfte an.

Die Sprachaktivierung bietet sich vor allem bei schnellen Spielen, wie die First-Person-Shooter an, bei denen ihr nicht immer die Zeit habt eine Taste zu drücken um zu sprechen. Ein Beispiel hierfür wäre das berühmte “Counterstrike”.

Push-to-talk ist eher bei den gemäßigten Spielen, wie die Online-Rollenspiele die sogenannten MMORPGs, wie “Runes of Magic” von Vorteil.

Aber keine Angst: ihr könnt das alles später auch noch umstellen.

So und da ich ein überzeugter Rollenspieler bin, zeige ich euch zuerst, wie das mit dem Push-to-talk funktioniert.

Als erstes aktivieren wir den Kreis bei Push-to-talk. und klicken danach auf das Kästchen daneben. Jetzt können wir eine Taste aussuchen, mit der wir die Übertragung unserer Geräusche aktivieren wollen. Sucht euch am besten eine aus, die ihr relativ selten benutzt, aber dennoch immer in Reichweite habt. Da bietet sich beispielsweise die STRG-Taste oder auch Steuerungstaste genannt an. Drückt diese Taste und danach wieder auf “Weiter”.

Jetzt könnt ihr ausprobieren, ob alles funktioniert. Klickt auf “Sprache testen” und redet in das Mikrofon. Vorher müsst ihr natürlich die ausgewählte Taste drücke und gedrückt lassen, während ihr redet. An den Ausschlag erkennt ihr, wie laut oder leise ihr seid, während ihr euch selber hört. Da es schwierig ist, so weiter zu reden schalte ich das mal wieder aus. Klickt auf “Weiter”, wenn ihr genug rumprobiert habt.

Danach sollt ihr eine Taste zuweisen, um die Lautsprecher auszuschalten. Dies ist nicht von Nöten. Mit “Weiter” könnt ihr diese Einstellung überspringen.

Wir sind fertig und können auf “Abschließen” klicken um die Konfiguration zu beenden.

Ich selber bin noch einmal zurückgegangen, um euch die Sprachaktivierung zu zeigen. Wählt diese wie beim Push-to-talk aus.

Hier könnt ihr wieder testen, ob alles ankommt was ihr auch redet. Natürlich braucht ihr jetzt keine Taste zu drücken und könnt einfach anfangen zu reden. Natürlich erst nachdem ihr auf “Sprache testen” gegangen seid. Da seht er auch schon, wie sich der Balken oben verändert. Wenn ihr zu leise seid bzw. nicht alles hört was ihr sagt, dann schiebt den Regler mehr nach links. Wenn ihr meint, dass jeder noch so kleine Ton übermittelt wird, schiebt den Regler nach rechts, denn das ist die Sprachaufzeichnungsschwelle. Wieder auf “Weiter”, solltet ihr zufrieden sein.

Auf dem nächsten Bildschirm empfiehlt euch das Programm und ich im Übrigen auch, dass ihr eine Taste festlegt, mit der ihr das Mikrofon ausschaltet. Dies ist ganz praktisch, wenn ihr mal nicht wollt, dass alles was so in eurer Umgebung für Geräusche entstehen übermittelt wird. Dies sollte wieder eine Taste sein, die ihr im Spiel nicht benötigt. Die Nummern auf der rechten Seite eurer Tastatur, also das “Numpad” bietet sich dafür an. Auch hier könnt ihr die Konfiguration mit “Abschließen” beenden.

Nun wollen wir uns endlich mit dem Server verbinden. Geht auf “Verbindungen” und danach auf “Verbinden”.

In diesem Fenster müsste eigentlich schon eurer Nickname stehen, wenn ihr denn der Konfiguration gefolgt seid. Bei mir steht er nicht, da ich einen kleinen Fehler gemacht habe. Das soll uns aber nicht weiter stören. Unter “Adresse” gebt ihr die Adresse des Servers ein, unter “Port” den Port des Servers, Nickname steht ja schon da, wie gesagt und Password braucht ihr keins. Achtung: Verlasst euch bei der Adresse auf die Webseite und nicht auf diese Anleitung, da sich die Adresse im Laufe der Zeit auch mal verändern kann.

Auf “Verbinden” klicken, wenn ihr alle Daten eingebt habt und tada, ihr seid auf unseren Server und könnt gleich mit anderen Leuten reden, sofern welche da sind. Der Server selbst ist in verschiedene Kanäle unterteilt oder zu englisch Channels. Dies dient als Abgrenzung, weil man so nicht hört, was im anderen Kanal erzählt wird. Wenn ihr zu einen anderen Kanal wollt drückt einfach doppelt auf einen Kanal und schwups seid ihr im anderen Kanal.

Zum Schluss will ich euch noch zeigen, wie ihr von Sprachaktivierung auf Push-to-talk und umgekehrt wechseln könnt. Geht auf “Einstellungen” und danach auf “Optionen”. Dann seht ihr schon die Auswahl und markiert wieder den Kreis bei Push-to-talk. Natürlich müsst ihr das auch hier konfigurieren, wenn ihr das noch nicht gemacht habt. Also bei Push-to-talk eine Taste zuweisen und bei Sprachaktivierung die Aufzeichnungsschwelle.

Ich gratuliere, wir sind mit der Anleitung durch und ihr seid jetzt bereit für euer erstes Spiel.

Wir hören uns in den nächsten Anleitungen wieder. Euer Gastgeber. Christian.

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Die Schriftstellerei, Teil 2

Wenn man mit dem Schreiben beginnt, dann sollte man sich bewusst sein, dass Schriftsteller anders sind. Ein guter Schriftsteller ist besessen. Er vergisst alles um sich herum und schreibt bzw. recherchiert zum Thema. Jede Minute seines Denkens wird nur von den Trieb gesteuert, dass er die Geschichte fertig schreiben muss, dass er um alles in der Welt fertig werden muss. Nichts darf ihn daran hindern, nichts darf ihm im Weg stehen, und wenn es der Schlaf ist. Er kann nicht einfach abschalten und fünfe gerade sein lassen, nein, er ist immer angespannt und wird unruhig, wenn er mal nicht schreiben, wenn er seine Gedanken nicht zu Papier bringen kann. Er könnte ja den besten Text in seiner Kariere haben. Da würde jede fehlende Möglichkeit diesen aufzuschreiben ihn noch weiter in den Wahnsinn treiben.

Ein guter Schriftsteller ist besessen. Er ist besessen von seinen Schöpfungen. Er spielt jede Szene nach. Er ist darin jede Person. Wenn einer seiner Charakter fällt, dann fällt er. Wenn eine Person Schmerzen hat, so hat er diese Schmerzen. Wenn ein Mensch blutet, dann blutet er. Wenn ein Akteur einen Orgasmus hat, dann hat er einen Orgasmus. Und wenn ein Mörder mit der Axt über sein Opfer steht und zuschlägt, dann ist er der Mörder. Er hat, ebenso wie der Mörder Spaß dabei. Und das erschreckt ihn. Es ist so, als könnte er zusehen, wie sein Geisteszustand immer weiter gen Boden fällt, davon kriecht und sich ein anderes Zuhause sucht.

Jeder wirklich gute Autor ist wahnsinnig und das zurecht, denn ohne eine gehörige Spur von Wahnsinn und Besessenheit, könnten wir heute keine spannenden Geschichten lesen. Gute Schriftsteller sind die exzentrischen Rockstars der Bücherwelt.

Trotzdem oder gerade deswegen hört der Autor nie auf zu beobachten und zu lernen. Er muss sich einfach immer wieder neuen Situationen stellen. Sonst kriegt er keinen Inspiration und wird lethargisch. Wissen sammeln, Erfahrungen sammeln ist das erste Gebot eines wirklich guten Autors, denn nur die Besten schaffen es einen Spiegel unserer Gesellschaft zu geben.

Das nur als kleiner Einwurf für jeden, der sich wirklich auf dieses Gebiet begeben will. Es mag vielleicht erschreckend und beängstigend klingen, aber es ist mit das Beste, was einen Menschen passieren kann. Ich kann diesen Zustand der Besessenheit nur empfehlen. Um so größer ist dann die Euphorie, wenn man mal einen wirklich guten Text geschrieben hat, wenn man weiß, dass man gut ist. Um nichts in der Welt, würde ich dies wieder aufgeben wollen, denn ich bin ein guter Schriftsteller und ich bin besessen.

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Die Schriftstellerei

Es ist durchaus interessant, Leuten zuzuhören, die keine Ahnung haben, was die Schriftstellerei und das Bloggen angeht.

Deswegen hier noch einmal eine deutliche Erklärung zum Thema “Schreiben”:

Talent für das Formulieren von Texten mag zwar schön und gut sein, aber das Schreiben an sich, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen, ist in erster Linie harte Arbeit. Macht euch da keine falschen Hoffnungen, in der Richtung: “Ich schreib mal eben einen guten, eloquenten Text.” Es darf kein Tag vergehen, an dem der Schreiberling nicht schreibt. Er muss ständig üben und dementsprechend Texte schreiben. Dabei ist vor allem wichtig, dass er sich nicht krampfhaft bemüht einen Stil zu finden, sondern einfach frei von der Leber weg schreibt. Der Stil stellt sich durch das Trainieren und Lebenserfahrung automatisch ein. Auch Bücher und Artikel lesen kann hierbei von größtem Nutzen sein, da man damit zu allererst einmal ein Gefühl für die Sprache bekommt, den Stil Anderer kennenlernt und sich auch nebenbei einen höheren Wortschatz aneignet.

Vor allem solltet ihr immer genügsam sein und nicht alle Ideen, die ihr habt, in eure Texte mit einbringen. Auf diese Weise bläht ihr den Text nur unnötig auf und ihr seht kein Ende. Macht lieber später entweder eine Fortsetzung oder eine andere Geschichte daraus. Auch hier spreche ich aus Erfahrung, da der Peter generell jemand ist, der sich ungern kurz fasst und somit immer ausschweifende und mit allen Überlegungen angereicherte Texte schreibt.

Probiert ruhig mehrere Literaturgenres aus, um zu erkennen welches das Beste und Brauchbarste für euch ist. Nichts ist nerviger, als ein Autor, der zwar Talent hat, dieses aber in falschen Gefilden verschwendet. Und arbeitet ja nicht an einem für euch wichtigen Text, wenn euch wirklich nichts einfallen mag, lasst ihn liegen und schreibt stattdessen einen Anderen, von mir aus einen Behelfstext. Euch kann nicht wirklich etwas Gutes einfallen, wenn ihr die Worte einzeln aus euren Gedanken quälen müsst. Dabei kann euch ein Blog helfen, wie eben jener, den ich hier aufgebaut habe. Auf diese Weise, könnt ihr eure Texte (auch die Behelfstexte) veröffentlichen und so Feedback bekommen. Auch ein Bekannter, der gerne ließt oder gar ein Student oder eine Studentin der Germanistik (Grüße an Sahara) können euch helfen. Auf alle Fälle dürft ihr nicht davon ausgehen, dass ihr die einzige Kontrollinstanz seid, da ihr eine gewisse Betriebsblindheit an den Tag legt, wenn es um eure eigenen Texte geht. Und außerdem ist ja bekanntlich noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Da könnten wir ja den Peter als Beispiel nehmen: Der Peter ist generell der Meinung, dass seine Texte totaler Müll sind und löscht auch mitunter Texte, die evtl. nicht so schlecht sind oder andere nicht so schlecht gefunden hätten. Ich kann mich an eine Szene erinnern, die sich vor einigen Jahren in einen Anfall von eigener Unzufriedenheit abgespielt hat: Ich habe zu der Zeit den Vorgänger von LaDe geschrieben, genannt “Die Geschichte des Telmachs”. Für diese Geschichte habe ich eine eigene Mythologie, Welt und sogar eine Sprache entwickelt. In dieser ging es in einer fernen Welt, um den Widerstand gegen die Götter – um das nur mal kurz anzureißen. Sie hatte am Ende – sie war also fertig – ganze 2164 Seiten, A4, Schriftgröße 12 (bis auf die Kapitelüberschriften natürlich, die waren bei 14), Arial. Da den Peter die ganze Geschichte nicht gefiel, weil langweilig und seine philosophische und politische Meinung nicht damit zum Ausdruck kamen, hat er sie kurzerhand gelöscht und alle Backups (ich bin generell ein wenig paranoid und habe mehrere Backups von meinen Texten) ebenfalls. Im Nachhinein betrachtet, war diese Kurzschlusshandlung doch ein wenig dämlich gewesen, da erstens mein Empfinden, ob der Langweiligkeit der Geschichte, ja daher rühren könnte, dass ich sie bis ins letzte Detail kenne und zweitens ich die Story einfach mal Jemandem hätte zeigen können, bevor ich sie ins Daten-Nirwana geschickt habe. Naja, so ist der Peter…

Weiterhin will ich euch noch einen Tipp zu den Hilfsmitteln geben, die euch beim Schreiben helfen können. Ich selber schreibe meine Texte gerne mit Kugelschreiber und ein Blatt Papier vor, um mir später Notizen an den Rand zu schreiben bzw. ganze Passagen wegzustreichen und Neue hinzuzufügen. Das macht sich analog einfach besser, da es meistens schneller geht und ich somit meine wirren Gedanken besser aufschreiben kann. Schon allein aus dem Grund, weil ich generell immer an mehrere Dinge denke und auch an mehreren Texten gleichzeitig arbeite. Nachdem ihr glaubt, dass ihr mit einem Teil (es kann ruhig zunächst ein Teil der Geschichte oder was auch immer ihr schreibt sein) fertig seid, schreibt den Text nochmals in Word oder analog dazu jedes andere Textverarbeitungsprogramm mit einer Rechtschreibung- und Grammatikprüfung. Meist fallen euch dann noch kleine Schnitzer oder vergessene Wörter auf, die ihr auf diesem Wege korrigieren könnt. Ignoriert beim Abschreiben erst einmal die Korrektur und konzentriert euch ganz auf das, was ihr schreiben wollt. Erst wenn ihr fertig seid, könnt ihr euch der Berichtigung zuwenden. Beachtet hierbei, dass Word nicht perfekt ist und nicht alle grammatikalischen Regeln verinnerlicht hat. Wenn ihr euch nicht ganz sicher seid, schaut nochmals in den Duden, dieser kann euch bei vielen Dingen wesentlich besser helfen, als die Software oder aber ihr gebt jetzt schon mal den ganzen Text an euren Korrekturleser. Ist dies geschehen kommt der eigentlich schwierige Teil (natürlich nur, wenn der Helfer nicht schon vorher diverse Probleme angemahnt hat): Ihr müsst am Ausdruck arbeiten. Ich sage durchaus “müssen”, denn der Schreiberling kann sich sicher sein, dass der Ausdruck nicht perfekt ist. Vor allem auf Wortwiederholungen sollte aufgepasst werden. Um diese zu vermeiden, kann euch der Thesaurus von Word oder aber das mächtige Instrument namens “Google” von Nutzen sein. Natürlich geht auch hier die analoge Variante.

Zu guter Letzt will ich noch den Leuten einen Hinweis, die in ihrer Geschichte, ebenso wie der Peter, auf historische Genauigkeit Wert legen und damit eine kurze Einführung in die Grundlagen der Recherche vom Besten geben. Sollte das eure erste jemals geschriebene Geschichte sein und ihr somit keinerlei Erfahrung habt, würde ich euch davon abraten, da dies noch mehr Arbeit bedeutet als sich einfach eine Geschichte aus den Fingern zu ziehen. Fangt schön langsam an und steigert euch dann mit der Zeit. Allen anderen möchte ich folgende Hinweise geben: Nehmt um Gottes Willen nicht den Text aus der Wikipedia für Voll, auch wenn dort weniger Fehler sind als in der Encyclopaedia Britannica. Man kann die Wikipedia als Ausgangspunkt für seine Recherchen nehmen, aber sollte die Informationen dann doch mittels des “Drei-Quellen-Prinzips”, also drei unterschiedliche Quellen, die nichts miteinander zu tun haben, abgleichen. Ich würde generell nicht sagen, dass ich Bücher, Webseiten vorziehe, aber mittlerweile herrscht eine gewisse Nachlässigkeit bei Recherchen, vor allem im Online-Journalismus. Deswegen besucht am besten Bibliotheken oder kauft euch die Bücher von mir aus, da hier eine bessere Nachprüfung auf Fehler existiert, als bei Webseiten oder Zeitungen. Aber was macht ihr, wenn alle drei Quellen unterschiedliche Informationen wiedergeben? Sucht euch weitere Quellen. Schaut nach, wo diese Quellen ihre Informationen her haben und untersucht diese. Evtl. könnt ihr dann schon selbst entscheiden, ob diese Quelle vertrauenswürdig ist oder nicht. Ich zum Beispiel würde einem Produkt aus dem Axel-Springer-Verlag nur bedingt trauen. Schreibt bei der Suche alle Informationen nieder, die ihr kriegt und wertet die danach am besten mittels einer Mind-Map aus. So könnt ihr relativ gut viel Input zusammentragen, um eure Geschichte, euren Artikel oder was auch immer zu schreiben.

So, ich hoffe ich konnte Einigen, mit diesem Kleinem Exkurs in die Welt der Schriftstellerei helfen. Ich will jetzt nicht sagen, lasst es bleiben – bei Weitem nicht. Ich will euch nur sagen, dass Talent alleine halt nicht ausreicht, um ein guter Schriftsteller zu werden. Wenn ihr aber so etwas wie eine Fähigkeit in Richtung Schreiben entdeckt, so fangt bitte damit an, Geschichten und Texte zu schreiben. Die Welt braucht mehr solcher Leute, die die Menschen zum Denken anregen.

Wörter: 1294

PS: Dank an Sahara

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