Über das Bloggen
Bevor ich beginne, möchte ich noch eine kurze Analyse meines Blogger-Lebens von mir geben. Damit will ich anderen, die damit anfangen wollen eine kleine Warnung oder einen Hinweis geben, was sie beachten sollen, bevor sie mit ihren eigenen Blog anfangen.
Man geht ja als angehender Autor und noch dazu Blogger anders durchs Leben, als Menschen, die keine derartige Profession haben. So ertappe ich mich dabei, Dinge und Ereignisse in drei unterschiedliche Schubladen zu stecken: blogbar, nicht blogbar und evtl. als Lückenfüller für Zeiten, in denen ich keine große Lust habe eine literarische Kostbarkeit zu formulieren. Dabei gehe ich durch die Welt und überlege und beobachte, worüber man schreiben könnte. Prinzipiell beobachte ich gerne, anstatt der wirklich aktiv Handelnde zu sein, da ich mich so mehr darauf konzentrieren kann, Dinge wahrzunehmen, zu merken und zu analysieren.
Im Moment hätte ich ein paar gute Themen, über die man schreiben könnte. Das Problem ist in diesen Fall aber, dass mir kein so wirklich guter Text einfällt. Dies gilt ebenfalls für diesen Text, was auch der Grund ist warum meine durchaus jugendliche und hübsche Privat-Germanistin diesen Text nie zu sehen kriegt (zumindest nicht vor der Veröffentlichung). Sie könnte mir ja im Zweifelsfall von der Veröffentlichung abraten und ich hätte wieder kein Thema oder doch Selbstmord ob der Orthografie-, Grammatik- und Ausdrucksfehler, begehen, was für die Welt und insbesondere für mich ein großer Verlust wäre. Drückt bitte alle die Daumen, dass sie diesen Text niemals lesen wird bzw. sie zumindest so gefestigt ist, dass sie nicht den Strick nimmt.
Bevor ich noch tiefer in den wohlgeformten Po meiner „Korrektur-Fee“ verschwinde, möchte ich mit dem aktuellen Rundumschlag anfangen.
Ich glaub mein Schwein pfeifft (ja, mir ist durchaus bewusst, dass das ein schlechter Wortwitz ist)
Zum einen muss ich natürlich über Prof. Dr. Pfeiffer schreiben, den ich (der ein oder andere geneigte Leser wird es schon wissen) auf der Didacta zu einer Diskussion zum Thema Gewalt an Schulen (das genaue Thema weiß ich nicht mehr, bin auch zu faul zum Suchen) und dementsprechend Mobbing und Amokläufe an Schulen, gesehen habe. Ich muss zugeben, dass es erschreckend ist, wenn man mitunter die gleiche Meinung hat wie eben jener Christian Pfeiffer. Ich möchte hier nochmal festhalten, dass ich Leuten, die ich nicht mag, verbiete „Christian“ zu heißen. Die können sich doch einen anderen Namen aussuchen wie „Mathias“ (Insider-Witze sind gemein, ich weiß, dennoch greife ich doch auf diesen zurück, da ich den unglaublich witzig finde) oder „Martin“ (noch ein Insider). Aber ich schweife ab… Der Herr Pfeiffer ist z.B. für eine Abschaffung der Hauptschule und die Verteilung derjenigen Schüler auf die Realschule oder wie auch immer sie dann heißt. Oder gegen ein Programm, also Software, welches die jeweilige Person analysiert und so eine Feststellung abgibt, ob die betreffende Person zu der gefährdeten Gruppe der Amokläufer gehört oder nicht. Allein schon die Idee, ein Computerprogramm könnte sowas Komplexes wie die menschliche Psyche erforschen und bewerten ist derart abstrus, dass man sich als ausgebildete IT-Fachkraft und logisch denkender Mensch fragt, wie man auf derartige Dinge kommen kann.
Jedenfalls hätte ich ein paar gut gemeinte Wort vom Zaum gelassen, wenn der Prof. Doc nicht schon wieder auf uns armen Gamern herumgeritten wäre und ernsthaft der Meinung ist, dass aus Spielern gewalttätiger Computerspiele irgendwann einmal Mitglieder von Rockerbanden werden, da sie die Gewalt in Spielen dementsprechend auch in der Realität anwenden möchten. (Klick) Der logisch denkende Leser und die logisch denkende…ähm… die Leserin [Anmerkung von Sahara: "ARSCH!!!- als wenn Frauen nicht logisch denken würden… das können WIR wesentlich besser als IHR… und ja, doch, ich versteh deinen Humor, aber den Kommentar wollte ich mir jetzt nicht verkneifen! :-P"] wird jetzt vielleicht überlegen und sich fragen, wie aus Nerds jetzt harte Rocker werden. Wobei er an anderer Stelle wiederrum sagt, dass noch nie ein Amoklauf durch Killerspiele verursacht wurde (Klick, auch wenn es von der BILD ist).
Nun, frage ich mich – und die beiden Leser von oben vielleicht auch: Leidet der Mann evtl. an irgendeiner Krankheit? Ist er gar nicht einer, sondern zwei, also Zwilling, wovon einer gut und der andere böse ist? Oder ist der Pfeiffer einfach nur der Pfeiffer, ein Politiker bis in die Haarspitzen, der versucht immer mal wieder ins Gespräch der Öffentlichkeit zu kommen? Oder aber ganz und gar ein Satiriker? (Klick)
Nebenbei hat sich der Prof. Dr. Pfeiffer auch mit dem Thema „Kachelmann“ und damit verbunden „Vergewaltigungen“ beschäftigt (Klick), was eine wunderbare Überleitung zu meinen nächsten Thema ist: „Irgendwas Wahres wird schon dran sein“.
Irgendwas Wahres wird schon dran sein
Meinen Lesern wird es vielleicht schon aufgefallen sein, dass der Wetterfrosch Jörg Kachelmann im Moment in Untersuchungshaft, wegen Vergewaltigung sitzt. Wohlgemerkt: Untersuchungshaft und nicht Strafvollzug. Es steht also dementsprechend noch nicht fest, ob der Herr Kachelmann wirklich die Frau, angeblich seine Ex-Freundin, vergewaltigt hat oder nicht, was für mich, als jemand der die Demokratie mit all ihren Gesetzen liebt, bedeutet, dass er unschuldig ist. In unseren Rechtsstaat existiert nämlich der Grundsatz: „Unschuldig solange die Schuld nicht bewiesen ist.“ Seltsamerweise scheinen aber viele Zeitungen und Ableger dieses Grundprinzip irgendwie vergessen zu haben oder es ist ihnen komplett egal. Egal, dass sie damit die berufliche Laufbahn eines Menschen zerstören, egal, dass sie das Leben eines Menschen vernichten. Wie es halt so ist, bei ekelhaftem Boulevard-Journalismus. Für weitere Kommentare von Leuten, die schon mir Erfahrung haben als ich und das dementsprechend besser können, bitte auf die Seiten von Stefan Niggemeier und von Michalis Pantelouris gehen. [Anmerkung von Sahara: "hab die Links nicht weiter verfolgt, aber hast du schon mal was von Roman Polanski gehört??? DER hat ne Vergewaltigung ZUGEGEBEN und die „böse“ Presse hat seine Karriere trotzdem nicht zerstört!!! – Das ist ein zweischneidiges Schwert, mein Lieber!"]
Das Erbe der Zensursula
Wir erinnern uns: Letztes Jahr war Bundestagswahl. In dieser Zeit tingelte eine gewisse Familienministerin namens Ursula von de Leyen (Lustiger Weise ist sie Ärztin, während die damalige Ministerin für Gesundheit Ulla Schmidt Lehrerin ist. Einfach mal durch den Kopf gehen lassen…) mit ihrem Zensurmoloch, genannt Zugangserschwerungsgesetz oder auch Kinderpornosperre, durchs Land. Dieses Gesetz, das muss man Frau von der Leyen neidlos anerkennen, hat für viel Wirbel gesorgt und auch einen regen Zulauf in die Piratenpartei. Unter anderem unterzeichneten damals (ich übrigens auch) mehr als 130.000 Menschen eine von Franziska Heine (Heine steht halt für Demokratie.) Online-Petition gegen eben jenes Gesetz. Am 22. Februar, also ein Tag vor der Ratifizierung (was an sich schon lächerlich ist), war dann die Anhörung zur Petition (Klick). Schlussendlich wollten die Wenigsten dieses Gesetz haben, mussten es aber dennoch einführen, da eine Alternative zur Bekämpfung der Kinderpornografie fehlt.
Warum erzähl oder besser schreib ich den ganzen Mist? Die EU will anscheinend eine solche Sperre europaweit einführen (Klick), eine Sperre die in anderen Ländern nicht funktioniert und das Grundrecht auf informelle Selbstbestimmung verletzt. Die Sperre ist schon insofern Blödsinn, da die meisten Konsumenten heutzutage eher auf die Post setzen, denn auf das nicht so anonyme Internet. (Klick / Auch wenn die Quelle die Stellungnahme von Herrn Tauss ist, so ist es doch ganz interessant, was er herausgefunden hat.)
So das war der Rundumschlag für dieses Mal. Ich versuch wirklich, ihn mindestens einmal wöchentlich zu schreibe, aber finde halt nicht immer ein wirklich gutes Thema.
Wörter: 1132
PS: Dank an Sahara