Peter Goldman

"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen." – Heinrich Heine

Neues aus dem Archiv: TS 3 – Das unbekannte Programm

Ich habe mal wieder einen Blick in mein Archiv gewagt.

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit mal einen Job bei Spawnpoint. Dort habe ich verschiedene Themen bearbeitet, die mit Computerspielen und Medienpädagogik zusammenhängen. Eins davon war eine Art Online-Spielplatz. Dort sollten Multiplikatoren (Eltern, Lehrer usw.) lernen mit Spielen umzugehen und im “Clan” zusammen zu spielen.

Da da auch nicht ganz so technikaffine Menschen dabei waren, musste jemand denen das zeigen, wie sie mit den Spielen und Temasspeak umzugehen haben. Dabei habe ich dir Rolle des Erklärbärs übernommen. Hier der von mir gefundene Text zu TS3:

TS 3 – Das unbekannte Programm

Hallo un herzlich willkommen zu unserer kleinen Anleitung: “Teamspeak 3 – Das unbekannte Programm”. Ich bin euer Gastgeber Christian, im Auftrag vom Institut für Computerspiel – Spawnpoint.

Teamspeak ist generell ein Programm zur mündlichen Kommunikation übers Internet. Dabei stehen im Gegensatz zum Telefon die Gespräche innerhalb einer Gruppe oder eines Teams im Vordergrund, daher auch der Name Teamspeak. Um die Kommunikation zu ermöglichen muss vorher entweder ein Headset, ein Kopfhörer mit Mikrofon oder ein Lautsprecher mit Mikrofon an euren PC angeschlossen sein. Wie ihr das macht entnehmt ihr bitte der Anleitung: “Wie und wo schließe ich ein Headset an.”

Kommen wir aber nun zu dem, was euch wirklich interessiert: Wie ihr das Programm installiert und konfiguriert.

Um das Programm zu installieren müsste ihr diese natürlich zunächst einmal holen. Dazu gebt ihr in euren Browser, also dem Programm, mit dem ihr auch auf diese Webseite gelangt seit, hier Mozilla Firefox, die Adresse www.teamspeak.com ein oder benutzt die Weiterleitung in dieser Anleitung.

Wir kommen damit auf die Startseite von Teamspeak und klicken da sogleich auf Downloads. Danach ist es von Bedeutung, welches Windows-System ihr habt, also 32-bit oder 64-bit. Um das zu überprüfen drückt ihr entweder die “Windows”-Taste, also die Taste mit den Symbol von Mikrosoft Windows, und die “R”-Taste oder klickt auf “Start” und “Ausführen”.

Da seht ihr das Ausführen-Fenster und gebt dort, was hier schon steht “dxdiag” ein und drückt auf “OK”. Es kann sein, dass ihr je nach Rechner ein wenig länger warten müsst oder kürzer. Auf alle Fälle seht ihr danach dieses Fenster, namentlich “DirectX-Diagnoseprogramm” . Dort steht unter “Betriebssystem” welche Bit-Version ihr habt, bei mir ist es die “64-Bit”-Variante.

Danach könnt ihr das Fenster schließen und eure passenden Client mittels “Download” runterladen. Wobei ihr zuvor noch die Lizenzvereinbarung oder auch EULA seht. Diese könnt ihr euch gerne durchlesen, wenn ihr denn des Englischen mächtig seid, ihr könnt es aber auch lassen. Hier steht nichts drin, was euch später in irgendeiner Weise schaden könnte oder euch Haus und Hof kostet. Drückt wenn ihr euch diese Vereinbarung durchgelesen habt oder mir vertraut auf “I agree”, denn nur dann fragt euch euer Browser, ob ihr die Datei wirklich herunterladen wollt. Wir wollen und drücken somit auf “Datei speichern”.

Was als nächstes passiert hängt stark von den Einstellungen eures Browsers ab. Wenn ihr wie ich euren Browser so eingestellt habt, dass er die Dateien automatisch in einen Ordner schiebt, braucht ihr nichts mehr machen. Ansonsten müsste ihr ihm noch mitteilen, wo ihr die Datei den gerne haben wollt. Hier bietet sich entweder der “Eigene Dateien”-Ordner von Windows an oder der “Desktop”, eure Arbeitsfläche, da ihr da die Datei am besten wiederfindet.

Danach klicken wir mit Rechtsklick auf die Datei im Download-Manager um sie mit einen Linksklick auf “Öffnen” zu öffnen. Jetzt sollte sich das Installations-Fenster öffnen. Es kann aber auch passieren, dass Windows sich beschwert, dass keine Administrator-Rechte bestehen. In diesem Fall müsst ihr euch in das Administrator-Konto einloggen. Ist diese Hürde beseitigt, begrüßt uns das Programm und meint, dass wir auf “Weiter” drücken sollen um fortzufahren. Ich denke es erübrigt sich zu sagen, dass wir das auch tun.

Hier seht ihr noch einmal die EULA, die ihr euch gerne wieder durchlesen, es aber auch sein lassen könnt. Ihr müsst nur auf “Annehmen” klicken, da wir sonst mit der Installation nicht weiter machen können.

Der nächste Bildschirm will wissen, ob wir Teamspeak 3 für alle Benutzer installieren wollen oder nur für den lokalen. Wenn mehrere Personen euren Rechner benutzen, ist es vielleicht ganz praktisch das Programm nur auf euren Benutzer zu installieren. Achtung: Wenn ihr euch vorher als Administrator angemeldet habt, müsst ihr Teamspeak für alle Benutzer installieren, da ihr das sonst nur als Administrator benutzen könnt. Klickt auf “Weiter”, wenn ihr euch entschieden habt.

Danach sollen wir uns aussuchen, wo wir das Programm gerne hin installieren wollen. Lasst am besten alles so, wie es ist, es sei denn natürlich ihr habt eure eigene Ordnung, dann könnt ihr den Pfad natürlich verändern, wenn ihr denn wisst wie. Wieder mit “Weiter” weiter.

Wir sollen den Speicherort der Konfigurationsdatei festlegen, also die Datei, die alle Daten bei der nachfolgenden Konfiguration beinhaltet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es besser ist, dass schon von vornherein Aktivierte, also die Eigenen Dateien lassen. Sonst kann es zu Problemen führen. “Weiter” nicht vergessen.

Die allerletzte Hürde der Installation steht uns bevor: Die Programmverknüpfung. Hier könnt ihr auswählen, unter welchen Namen ihr das Programm unter “Start” -> “Alle Programme” wiederfindet. Ich würde euch auch hier raten, alles zu lassen wie es ist. Wenn ihr fertig seid klickt auf “Installieren” und das Programm fängt an die Dateien in den gewählten Ordner zu schieben. Wenn es fertig ist und auch “Fertig” zu sehen ist, könnt ihr das Programm mittels “beenden” logischerweise beenden.

Jetzt kommen wir zum Programmstart und zur Konfiguration. Schließt dazu alle offenen Fenster oder minimiert sie und sucht auf eurer Arbeitsfläche, auch “Desktop” genannt, nach dem “Teamspeak 3″-Symbol. und klickt doppelt drauf. Danach müsst ihr ein wenig warten, da Windows die ganzen neuen Daten erst einmal richtig verstehen muss. Am Ende dieser Lade-Orgie zeigt sich auf alle Fälle das Programm samt dem Konfigurationsassistenten.

Mit “Weiter” können wir mit der Konfiguration anfangen.

Als erstes werdet ihr nach euren Nicknamen gefragt. Benutzt da am Besten den gleichen, wie auf der Webseite, damit wir euch auch eindeutig erkennen können. “Weiter”.

Jetzt habt ihr die Auswahl zwischen zwei Übertragungsmethoden. Zum einen die “Sprachaktivierung” und zum andern “Push-to-talk”. Eigentlich stehen einige Informationen schon im Text, aber die Macher von Teamspeak haben meiner Meinung nach etwas vergessen. Deswegen bringe ich euch beide Methoden näher.

Sprachaktivierung bedeutet, dass jedes Signal, hier Geräusche, ab einer bestimmten Grenze an eure Mithörer übertragen wird, das heißt alles was ihr sagt wird übertragen, sofern es den laut genug ist.

Push-to-talk heißt, dass ihr vorher eine Taste drücken müsst, bevor ihr anfangen könnt zu sprechen, oder bevor er anfängt die Geräusche zu übertragen. Dabei gibt es keine Aufzeichnungsschwelle und alles wird übertragen. Achtung: Ihr müsst die Taste die ganze Zeit eurer Ausführungen drücken, sonst kommt nur die Hälfte an.

Die Sprachaktivierung bietet sich vor allem bei schnellen Spielen, wie die First-Person-Shooter an, bei denen ihr nicht immer die Zeit habt eine Taste zu drücken um zu sprechen. Ein Beispiel hierfür wäre das berühmte “Counterstrike”.

Push-to-talk ist eher bei den gemäßigten Spielen, wie die Online-Rollenspiele die sogenannten MMORPGs, wie “Runes of Magic” von Vorteil.

Aber keine Angst: ihr könnt das alles später auch noch umstellen.

So und da ich ein überzeugter Rollenspieler bin, zeige ich euch zuerst, wie das mit dem Push-to-talk funktioniert.

Als erstes aktivieren wir den Kreis bei Push-to-talk. und klicken danach auf das Kästchen daneben. Jetzt können wir eine Taste aussuchen, mit der wir die Übertragung unserer Geräusche aktivieren wollen. Sucht euch am besten eine aus, die ihr relativ selten benutzt, aber dennoch immer in Reichweite habt. Da bietet sich beispielsweise die STRG-Taste oder auch Steuerungstaste genannt an. Drückt diese Taste und danach wieder auf “Weiter”.

Jetzt könnt ihr ausprobieren, ob alles funktioniert. Klickt auf “Sprache testen” und redet in das Mikrofon. Vorher müsst ihr natürlich die ausgewählte Taste drücke und gedrückt lassen, während ihr redet. An den Ausschlag erkennt ihr, wie laut oder leise ihr seid, während ihr euch selber hört. Da es schwierig ist, so weiter zu reden schalte ich das mal wieder aus. Klickt auf “Weiter”, wenn ihr genug rumprobiert habt.

Danach sollt ihr eine Taste zuweisen, um die Lautsprecher auszuschalten. Dies ist nicht von Nöten. Mit “Weiter” könnt ihr diese Einstellung überspringen.

Wir sind fertig und können auf “Abschließen” klicken um die Konfiguration zu beenden.

Ich selber bin noch einmal zurückgegangen, um euch die Sprachaktivierung zu zeigen. Wählt diese wie beim Push-to-talk aus.

Hier könnt ihr wieder testen, ob alles ankommt was ihr auch redet. Natürlich braucht ihr jetzt keine Taste zu drücken und könnt einfach anfangen zu reden. Natürlich erst nachdem ihr auf “Sprache testen” gegangen seid. Da seht er auch schon, wie sich der Balken oben verändert. Wenn ihr zu leise seid bzw. nicht alles hört was ihr sagt, dann schiebt den Regler mehr nach links. Wenn ihr meint, dass jeder noch so kleine Ton übermittelt wird, schiebt den Regler nach rechts, denn das ist die Sprachaufzeichnungsschwelle. Wieder auf “Weiter”, solltet ihr zufrieden sein.

Auf dem nächsten Bildschirm empfiehlt euch das Programm und ich im Übrigen auch, dass ihr eine Taste festlegt, mit der ihr das Mikrofon ausschaltet. Dies ist ganz praktisch, wenn ihr mal nicht wollt, dass alles was so in eurer Umgebung für Geräusche entstehen übermittelt wird. Dies sollte wieder eine Taste sein, die ihr im Spiel nicht benötigt. Die Nummern auf der rechten Seite eurer Tastatur, also das “Numpad” bietet sich dafür an. Auch hier könnt ihr die Konfiguration mit “Abschließen” beenden.

Nun wollen wir uns endlich mit dem Server verbinden. Geht auf “Verbindungen” und danach auf “Verbinden”.

In diesem Fenster müsste eigentlich schon eurer Nickname stehen, wenn ihr denn der Konfiguration gefolgt seid. Bei mir steht er nicht, da ich einen kleinen Fehler gemacht habe. Das soll uns aber nicht weiter stören. Unter “Adresse” gebt ihr die Adresse des Servers ein, unter “Port” den Port des Servers, Nickname steht ja schon da, wie gesagt und Password braucht ihr keins. Achtung: Verlasst euch bei der Adresse auf die Webseite und nicht auf diese Anleitung, da sich die Adresse im Laufe der Zeit auch mal verändern kann.

Auf “Verbinden” klicken, wenn ihr alle Daten eingebt habt und tada, ihr seid auf unseren Server und könnt gleich mit anderen Leuten reden, sofern welche da sind. Der Server selbst ist in verschiedene Kanäle unterteilt oder zu englisch Channels. Dies dient als Abgrenzung, weil man so nicht hört, was im anderen Kanal erzählt wird. Wenn ihr zu einen anderen Kanal wollt drückt einfach doppelt auf einen Kanal und schwups seid ihr im anderen Kanal.

Zum Schluss will ich euch noch zeigen, wie ihr von Sprachaktivierung auf Push-to-talk und umgekehrt wechseln könnt. Geht auf “Einstellungen” und danach auf “Optionen”. Dann seht ihr schon die Auswahl und markiert wieder den Kreis bei Push-to-talk. Natürlich müsst ihr das auch hier konfigurieren, wenn ihr das noch nicht gemacht habt. Also bei Push-to-talk eine Taste zuweisen und bei Sprachaktivierung die Aufzeichnungsschwelle.

Ich gratuliere, wir sind mit der Anleitung durch und ihr seid jetzt bereit für euer erstes Spiel.

Wir hören uns in den nächsten Anleitungen wieder. Euer Gastgeber. Christian.

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Neues aus dem Archiv: Kriegsdienstverweigerung

In der guten alten Zeit™ (26.01.2009) war es ja so, dass man erklären musste, warum man denn lieber den humaneren Weg nehmen und keinen Dienst an der Waffe verrichten wollte. Nach stöbern in meinen alten Aufzeichnungen habe ich folgenden Text von mir gefunden:

 

Begründung meiner Kriegsdienstverweigerung

In den folgenden Seiten möchte ich Ihnen meine Beweggründe, den Kriegsdienst zu verweigern, genauer darlegen.

Zuerst möchte ich das Gewissen an sich aufgreifen: Das Gewissen wird im Allgemeinen als besondere oder spezielle Instanz im menschlichen Bewusstsein angesehen, welches das Handeln des Menschen beurteilt. Es legt die individuelle Einstellung zu Gut und Böse fest. Im Prinzip ist es angeboren, entwickelt sich aber im Laufe der Zeit immer weiter fort, vor allem in der Kinder- und Jugendzeit wird dieses Gewissen durch die elterliche Erziehung, aber auch durch das Umfeld Schule, Freunde, andere Verwandte und Bekannte gefestigt. Üblicherweise hat man ein gutes Gefühl, wenn man nach seinem Gewissen handelt. Man spricht dann von einem „guten Gewissen“. Handelt man indessen entgegen seinem Gewissen, so hat man ein schlechtes Gefühl, ein „schlechtes Gewissen“. Das hat zur Folge, dass man „Gewissensbisse“ hat. Viele „Gewissensbisse“, man handelt also andauernd gegen sein Gewissen, bewirken eine Zerstörung der eigenen Persönlichkeit, weil ein ständiger Kampf mit sich selber vonstatten geht oder wie Thomas Hobbes bereits sagte: “Das Gewissen eines jeden Bürgers ist sein Gesetz.”

Durch mein eigenes Gewissen, bin ich der Meinung, dass es Unrecht ist, das Leben eines anderen zu nehmen, denn Menschen sollten nicht über das Leben und den Tod eines anderen entscheiden dürfen und müssen. Zwar ist es so, dass ich im Kriegsfall nur Befehle befolge, aber letzten Endes bin ich derjenige, der die Waffe abfeuert und tötet. Schon den Gedanken einen Menschen zu töten oder zu verletzen, könnte ich niemals ertragen. Niemand könnte mich von dieser Schuld jemals befreien, auch wenn ich juristisch richtig gehandelt haben sollte.

Ich bin ein friedlicher Mensch. Streitigkeiten habe ich schon immer versucht mit Worten, anstatt mit Fäusten oder Waffen beizulegen. Meiner Meinung nach erzeugt Gewalt immer nur Gegengewalt, was man aktuell sehr schön an Israel und Palästina sehen kann. Die beste aller Möglichkeiten ist immer der Weg der Diplomatie, denn Krieg entsteht nur da, wo die Diplomatie versagt und Diplomatie darf in einer zivilisierten Welt nicht versagen. Es muss meiner Meinung nach im 21. Jahrhundert möglich sein, Konflikte friedlich zu lösen und nicht auf Kriege zurückzugreifen. Daher bin ich der Ansicht, dass Kriege Verbrechen gegen die Menschheit sind. Das Leben von Menschen wird missbraucht als Mittel für politische und ökonomische Zwecke.

Wenn ich an meine Kindheit denke, muss ich feststelle, dass meine Eltern, speziell meine Mutter, mir eine Erziehung gegeben haben, die aus Respekt und Achtung vor jedwedem Leben, Toleranz gegenüber Andersgesinnten und friedlichen, nicht gewalttätigen Lösungen von Konflikten besteht. Weiterhin las ich in meinem Leben auch sehr viele Bücher, die sich mit dem Thema Krieg und Waffen auseinandersetzen, wie z.B. „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi, welches vom Russlandfeldzug Napoleons handelt und „Im Westen nichts neues“ von Erich Maria Remarque, von den Schrecken des I. Weltkrieges. Die Berichte in diesen Büchern zeigten mir auf, dass durch Kriege eine erschreckende Verwüstung und Verrohung eintrat. Gerade die unschuldige Zivilbevölkerung hat dieses durch militärische Auseinandersetzungen produzierte Leid zu ertragen. Dies zeigt ganz deutlich der letzte Krieg der Amerikaner im Irak oder der Krieg in Georgien. Mein Gewissen verbietet es mir aber strikt Leid jeglichen Ausmaßes zu verbreiten.

Auch mein Urgroßvater mütterlicherseits, welcher im zweiten Weltkrieg Soldat auf Seiten Mussolinis war, hatte einen sehr großen Anteil, an meiner Meinung. Er erzählte mir schon in meiner Kindheit erschreckende Einzelheiten über seine Erfahrungen als Sanitäter von schwersten Verwundungen und Amputationen an jungen teilweise noch nicht mal volljährigen Männern. Sogar Zivilisten waren unter diesen Opfern. Auch dies hat mich zu dem Entschluss gebracht Krieg und Gewalt in jeglichen Formen abzulehnen.

Ein gutes Beispiel wie wirksam gewaltfreie Lösungen sind, zeigt die friedliche Revolution in der ehemaligen DDR im Jahre 1989, bei dem die Bürger friedlich gegen das Unrechtsregime demonstrierten. Hätten die Bürger damals zu den Waffen gegriffen, wäre diese Revolution wahrscheinlich nicht so erfolgreich verlaufen, sondern mit Waffengewalt niedergeschlagen wurden. Im Gegensatz dazu endete die Französische Revolution – welche mit Waffen und Gewalt vonstatten ging – in Chaos und Anarchie.

Keinesfalls möchte ich mit diesem Antrag meinen Dienst dem Staat und der Allgemeinheit gegenüber verwehren. Vielmehr bin ich der Meinung, dass jeder die Verpflichtung hat, einen Dienst für sein Land zu leisten, doch dies in den Grenzen, die ihm sein Gewissen und seine Überzeugung setzen.

Ich möchte sehr gerne Zivildienst leisten, da ich so etwas Gutes tun und anderen Menschen helfen kann.

Ich bitte Sie um Anerkennung meiner Entscheidung.

Mit freundlichen Grüß

Christian Beuster

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