Peter Goldman

"Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummer macht über alles seine Bemerkungen." – Heinrich Heine

Neues aus dem Archiv: Die Vernissage zum ArtworksContest

Ich prokrastiniere gerade ein wenig vor mich rum und weiß aktuell nicht, was ich denn genau schreiben soll. Ich mein, ich habe viele Ideen, aber was ich genau schreiben will weiß ich derzeit nicht. Evtl. kommt heute noch mal ein Bericht zur ACTA-Demo aus Erfurt.

Aber ich will ja einen Blick in mein Archiv werfen. Bei Spawnpoint habe ich neben LANs, Anleitungen oder Sponsoren auch eine Vernissage zum Artworks-Contest in Eisenach mit organisiert. Ok, dabei ging ziemlich viel schief, vor allem, was die Aufteilung bedeutet. Zu meiner Ehrenrettung muss ich aber sagen, dass wir auch nach mehrmaliger Aufforderung nicht den Raumplan bekommen haben und somit nicht viel machen konnten aus der Ferne. Stattdessen haben wir uns halt auf unser Gedächtnis verlassen, was halt nicht sonderlich gut war. Hier auf alle Fälle ein paar Bilder.

 

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Neues aus dem Archiv: TS 3 – Das unbekannte Programm

Ich habe mal wieder einen Blick in mein Archiv gewagt.

Ich hatte vor nicht allzu langer Zeit mal einen Job bei Spawnpoint. Dort habe ich verschiedene Themen bearbeitet, die mit Computerspielen und Medienpädagogik zusammenhängen. Eins davon war eine Art Online-Spielplatz. Dort sollten Multiplikatoren (Eltern, Lehrer usw.) lernen mit Spielen umzugehen und im “Clan” zusammen zu spielen.

Da da auch nicht ganz so technikaffine Menschen dabei waren, musste jemand denen das zeigen, wie sie mit den Spielen und Temasspeak umzugehen haben. Dabei habe ich dir Rolle des Erklärbärs übernommen. Hier der von mir gefundene Text zu TS3:

TS 3 – Das unbekannte Programm

Hallo un herzlich willkommen zu unserer kleinen Anleitung: “Teamspeak 3 – Das unbekannte Programm”. Ich bin euer Gastgeber Christian, im Auftrag vom Institut für Computerspiel – Spawnpoint.

Teamspeak ist generell ein Programm zur mündlichen Kommunikation übers Internet. Dabei stehen im Gegensatz zum Telefon die Gespräche innerhalb einer Gruppe oder eines Teams im Vordergrund, daher auch der Name Teamspeak. Um die Kommunikation zu ermöglichen muss vorher entweder ein Headset, ein Kopfhörer mit Mikrofon oder ein Lautsprecher mit Mikrofon an euren PC angeschlossen sein. Wie ihr das macht entnehmt ihr bitte der Anleitung: “Wie und wo schließe ich ein Headset an.”

Kommen wir aber nun zu dem, was euch wirklich interessiert: Wie ihr das Programm installiert und konfiguriert.

Um das Programm zu installieren müsste ihr diese natürlich zunächst einmal holen. Dazu gebt ihr in euren Browser, also dem Programm, mit dem ihr auch auf diese Webseite gelangt seit, hier Mozilla Firefox, die Adresse www.teamspeak.com ein oder benutzt die Weiterleitung in dieser Anleitung.

Wir kommen damit auf die Startseite von Teamspeak und klicken da sogleich auf Downloads. Danach ist es von Bedeutung, welches Windows-System ihr habt, also 32-bit oder 64-bit. Um das zu überprüfen drückt ihr entweder die “Windows”-Taste, also die Taste mit den Symbol von Mikrosoft Windows, und die “R”-Taste oder klickt auf “Start” und “Ausführen”.

Da seht ihr das Ausführen-Fenster und gebt dort, was hier schon steht “dxdiag” ein und drückt auf “OK”. Es kann sein, dass ihr je nach Rechner ein wenig länger warten müsst oder kürzer. Auf alle Fälle seht ihr danach dieses Fenster, namentlich “DirectX-Diagnoseprogramm” . Dort steht unter “Betriebssystem” welche Bit-Version ihr habt, bei mir ist es die “64-Bit”-Variante.

Danach könnt ihr das Fenster schließen und eure passenden Client mittels “Download” runterladen. Wobei ihr zuvor noch die Lizenzvereinbarung oder auch EULA seht. Diese könnt ihr euch gerne durchlesen, wenn ihr denn des Englischen mächtig seid, ihr könnt es aber auch lassen. Hier steht nichts drin, was euch später in irgendeiner Weise schaden könnte oder euch Haus und Hof kostet. Drückt wenn ihr euch diese Vereinbarung durchgelesen habt oder mir vertraut auf “I agree”, denn nur dann fragt euch euer Browser, ob ihr die Datei wirklich herunterladen wollt. Wir wollen und drücken somit auf “Datei speichern”.

Was als nächstes passiert hängt stark von den Einstellungen eures Browsers ab. Wenn ihr wie ich euren Browser so eingestellt habt, dass er die Dateien automatisch in einen Ordner schiebt, braucht ihr nichts mehr machen. Ansonsten müsste ihr ihm noch mitteilen, wo ihr die Datei den gerne haben wollt. Hier bietet sich entweder der “Eigene Dateien”-Ordner von Windows an oder der “Desktop”, eure Arbeitsfläche, da ihr da die Datei am besten wiederfindet.

Danach klicken wir mit Rechtsklick auf die Datei im Download-Manager um sie mit einen Linksklick auf “Öffnen” zu öffnen. Jetzt sollte sich das Installations-Fenster öffnen. Es kann aber auch passieren, dass Windows sich beschwert, dass keine Administrator-Rechte bestehen. In diesem Fall müsst ihr euch in das Administrator-Konto einloggen. Ist diese Hürde beseitigt, begrüßt uns das Programm und meint, dass wir auf “Weiter” drücken sollen um fortzufahren. Ich denke es erübrigt sich zu sagen, dass wir das auch tun.

Hier seht ihr noch einmal die EULA, die ihr euch gerne wieder durchlesen, es aber auch sein lassen könnt. Ihr müsst nur auf “Annehmen” klicken, da wir sonst mit der Installation nicht weiter machen können.

Der nächste Bildschirm will wissen, ob wir Teamspeak 3 für alle Benutzer installieren wollen oder nur für den lokalen. Wenn mehrere Personen euren Rechner benutzen, ist es vielleicht ganz praktisch das Programm nur auf euren Benutzer zu installieren. Achtung: Wenn ihr euch vorher als Administrator angemeldet habt, müsst ihr Teamspeak für alle Benutzer installieren, da ihr das sonst nur als Administrator benutzen könnt. Klickt auf “Weiter”, wenn ihr euch entschieden habt.

Danach sollen wir uns aussuchen, wo wir das Programm gerne hin installieren wollen. Lasst am besten alles so, wie es ist, es sei denn natürlich ihr habt eure eigene Ordnung, dann könnt ihr den Pfad natürlich verändern, wenn ihr denn wisst wie. Wieder mit “Weiter” weiter.

Wir sollen den Speicherort der Konfigurationsdatei festlegen, also die Datei, die alle Daten bei der nachfolgenden Konfiguration beinhaltet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es besser ist, dass schon von vornherein Aktivierte, also die Eigenen Dateien lassen. Sonst kann es zu Problemen führen. “Weiter” nicht vergessen.

Die allerletzte Hürde der Installation steht uns bevor: Die Programmverknüpfung. Hier könnt ihr auswählen, unter welchen Namen ihr das Programm unter “Start” -> “Alle Programme” wiederfindet. Ich würde euch auch hier raten, alles zu lassen wie es ist. Wenn ihr fertig seid klickt auf “Installieren” und das Programm fängt an die Dateien in den gewählten Ordner zu schieben. Wenn es fertig ist und auch “Fertig” zu sehen ist, könnt ihr das Programm mittels “beenden” logischerweise beenden.

Jetzt kommen wir zum Programmstart und zur Konfiguration. Schließt dazu alle offenen Fenster oder minimiert sie und sucht auf eurer Arbeitsfläche, auch “Desktop” genannt, nach dem “Teamspeak 3″-Symbol. und klickt doppelt drauf. Danach müsst ihr ein wenig warten, da Windows die ganzen neuen Daten erst einmal richtig verstehen muss. Am Ende dieser Lade-Orgie zeigt sich auf alle Fälle das Programm samt dem Konfigurationsassistenten.

Mit “Weiter” können wir mit der Konfiguration anfangen.

Als erstes werdet ihr nach euren Nicknamen gefragt. Benutzt da am Besten den gleichen, wie auf der Webseite, damit wir euch auch eindeutig erkennen können. “Weiter”.

Jetzt habt ihr die Auswahl zwischen zwei Übertragungsmethoden. Zum einen die “Sprachaktivierung” und zum andern “Push-to-talk”. Eigentlich stehen einige Informationen schon im Text, aber die Macher von Teamspeak haben meiner Meinung nach etwas vergessen. Deswegen bringe ich euch beide Methoden näher.

Sprachaktivierung bedeutet, dass jedes Signal, hier Geräusche, ab einer bestimmten Grenze an eure Mithörer übertragen wird, das heißt alles was ihr sagt wird übertragen, sofern es den laut genug ist.

Push-to-talk heißt, dass ihr vorher eine Taste drücken müsst, bevor ihr anfangen könnt zu sprechen, oder bevor er anfängt die Geräusche zu übertragen. Dabei gibt es keine Aufzeichnungsschwelle und alles wird übertragen. Achtung: Ihr müsst die Taste die ganze Zeit eurer Ausführungen drücken, sonst kommt nur die Hälfte an.

Die Sprachaktivierung bietet sich vor allem bei schnellen Spielen, wie die First-Person-Shooter an, bei denen ihr nicht immer die Zeit habt eine Taste zu drücken um zu sprechen. Ein Beispiel hierfür wäre das berühmte “Counterstrike”.

Push-to-talk ist eher bei den gemäßigten Spielen, wie die Online-Rollenspiele die sogenannten MMORPGs, wie “Runes of Magic” von Vorteil.

Aber keine Angst: ihr könnt das alles später auch noch umstellen.

So und da ich ein überzeugter Rollenspieler bin, zeige ich euch zuerst, wie das mit dem Push-to-talk funktioniert.

Als erstes aktivieren wir den Kreis bei Push-to-talk. und klicken danach auf das Kästchen daneben. Jetzt können wir eine Taste aussuchen, mit der wir die Übertragung unserer Geräusche aktivieren wollen. Sucht euch am besten eine aus, die ihr relativ selten benutzt, aber dennoch immer in Reichweite habt. Da bietet sich beispielsweise die STRG-Taste oder auch Steuerungstaste genannt an. Drückt diese Taste und danach wieder auf “Weiter”.

Jetzt könnt ihr ausprobieren, ob alles funktioniert. Klickt auf “Sprache testen” und redet in das Mikrofon. Vorher müsst ihr natürlich die ausgewählte Taste drücke und gedrückt lassen, während ihr redet. An den Ausschlag erkennt ihr, wie laut oder leise ihr seid, während ihr euch selber hört. Da es schwierig ist, so weiter zu reden schalte ich das mal wieder aus. Klickt auf “Weiter”, wenn ihr genug rumprobiert habt.

Danach sollt ihr eine Taste zuweisen, um die Lautsprecher auszuschalten. Dies ist nicht von Nöten. Mit “Weiter” könnt ihr diese Einstellung überspringen.

Wir sind fertig und können auf “Abschließen” klicken um die Konfiguration zu beenden.

Ich selber bin noch einmal zurückgegangen, um euch die Sprachaktivierung zu zeigen. Wählt diese wie beim Push-to-talk aus.

Hier könnt ihr wieder testen, ob alles ankommt was ihr auch redet. Natürlich braucht ihr jetzt keine Taste zu drücken und könnt einfach anfangen zu reden. Natürlich erst nachdem ihr auf “Sprache testen” gegangen seid. Da seht er auch schon, wie sich der Balken oben verändert. Wenn ihr zu leise seid bzw. nicht alles hört was ihr sagt, dann schiebt den Regler mehr nach links. Wenn ihr meint, dass jeder noch so kleine Ton übermittelt wird, schiebt den Regler nach rechts, denn das ist die Sprachaufzeichnungsschwelle. Wieder auf “Weiter”, solltet ihr zufrieden sein.

Auf dem nächsten Bildschirm empfiehlt euch das Programm und ich im Übrigen auch, dass ihr eine Taste festlegt, mit der ihr das Mikrofon ausschaltet. Dies ist ganz praktisch, wenn ihr mal nicht wollt, dass alles was so in eurer Umgebung für Geräusche entstehen übermittelt wird. Dies sollte wieder eine Taste sein, die ihr im Spiel nicht benötigt. Die Nummern auf der rechten Seite eurer Tastatur, also das “Numpad” bietet sich dafür an. Auch hier könnt ihr die Konfiguration mit “Abschließen” beenden.

Nun wollen wir uns endlich mit dem Server verbinden. Geht auf “Verbindungen” und danach auf “Verbinden”.

In diesem Fenster müsste eigentlich schon eurer Nickname stehen, wenn ihr denn der Konfiguration gefolgt seid. Bei mir steht er nicht, da ich einen kleinen Fehler gemacht habe. Das soll uns aber nicht weiter stören. Unter “Adresse” gebt ihr die Adresse des Servers ein, unter “Port” den Port des Servers, Nickname steht ja schon da, wie gesagt und Password braucht ihr keins. Achtung: Verlasst euch bei der Adresse auf die Webseite und nicht auf diese Anleitung, da sich die Adresse im Laufe der Zeit auch mal verändern kann.

Auf “Verbinden” klicken, wenn ihr alle Daten eingebt habt und tada, ihr seid auf unseren Server und könnt gleich mit anderen Leuten reden, sofern welche da sind. Der Server selbst ist in verschiedene Kanäle unterteilt oder zu englisch Channels. Dies dient als Abgrenzung, weil man so nicht hört, was im anderen Kanal erzählt wird. Wenn ihr zu einen anderen Kanal wollt drückt einfach doppelt auf einen Kanal und schwups seid ihr im anderen Kanal.

Zum Schluss will ich euch noch zeigen, wie ihr von Sprachaktivierung auf Push-to-talk und umgekehrt wechseln könnt. Geht auf “Einstellungen” und danach auf “Optionen”. Dann seht ihr schon die Auswahl und markiert wieder den Kreis bei Push-to-talk. Natürlich müsst ihr das auch hier konfigurieren, wenn ihr das noch nicht gemacht habt. Also bei Push-to-talk eine Taste zuweisen und bei Sprachaktivierung die Aufzeichnungsschwelle.

Ich gratuliere, wir sind mit der Anleitung durch und ihr seid jetzt bereit für euer erstes Spiel.

Wir hören uns in den nächsten Anleitungen wieder. Euer Gastgeber. Christian.

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Dritter Newsletter der AG Kommunalpolitik

Ahoi,

irgendwie ist in letzter Zeit nicht wirklich viel los, so dass es schwierig ist einen Newsletter zu schreiben. Ich habe aber versucht das einigermaßen hinzubekommen. Wie immer steht es euch frei mich zu kritisieren.

VG

Christian

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Kurzer Ausblick auf das Jahr 2011

Da ich persönlich nicht mit dem Strom schwimmen wollte und somit auf einen Jahresrückblick verzichten wollte, werde ich stattdessen einen kurzen Ausblick auf das Jahr 2011 geben und was auf uns noch zukommen wird.

Sehr wahrscheinlich wird das im Februar des letzten Jahres eingeführte Zugangserschwernisgesetz stark diskutiert und man wird evtl. diesmal nicht nur die Kinder vorschieben, sondern auch die Terroristen, die uns ja im letzten Jahr extrem zugesetzt haben. Die Klage von FoeBud wird vor dem Bundesverfassungsgericht durchkommen. Das Gericht wird aber wahrscheinlich wieder sagen, dass das Urteil mit den derzeitigen Gesetzen nicht durchsetzbar, aber nicht unmöglich ist. Also versuchen unsere Politiker alles, um die Gesetze in diese Richtung anzupassen.

Das Alles wird vom neuentstandenen Ministerium für Internet ausgearbeitet. Die neue Ministerin wird Stephanie zu Guttenberg. Durch sie werden alle Inhalte, die Kindern in irgendeiner Weise schaden könnten, gesperrt. Dass die meisten diese Sperren umgehen, veranlasst sie dazu ebenfalls den Bundestrojaner einzuführen, damit stichprobenartig überprüft werden kann, ob jemand diese Sperre umgeht. Im Zuge des Kinderschutzes kriegt sie alles durch.

Das Gleiche wird bei der Vorratsdatenspeicherung passieren. Die Befürworter werden alles daran tun, dass dieses Gesetz eingeführt wird und sein es nur ein Speicherung für 3 Monate. Die letzte Mauer vor der totalen Überwachung Justizministerin Frau Leutheusser-Schnarrenberger wird wieder zurücktreten, weil sie das Gesetz nicht mittragen will.

Ganz überraschend tritt Angela Merkel zurück, mit dem Worten, dass sie sich vom politischen Geschäft erholen will. Ihr folgt, vom Bundestag bestätigt, Karl-Theodor zu Guttenberg.

Als erste Amtshandlich wird das Justizministerium eine Umbenennung erfahren und ab sofort Ministerium für Wahrheit heißen. Die Bevölkerung nennt es umgangssprachlich “Miniwahr”. Das Ministeramt für Wahrheit übernimmt Roland Koch. Das Innenministerium heißt hingegen Ministerium für Liebe (“Minilieb”) und wird mit dem Verteidigungsministerium zusammengelegt. Der Minister für Liebe wird Thomas de Maizière.

Westerwelle wird weiter Außenminister und FDP-Chef bleiben, denn jemand wie Westerwelle geht nicht einfach so von Bord, wenn das Schiff mal am sinken ist. Er wird sich einen Eimer schnappen und vergebens versuchen den einfließenden Wassermassen kontra zu geben. Die FDP sinkt währenddessen in die Bedeutungslosigkeit und prügelt sich mit Die Freiheit um die Wähler.

Die Forderungen unseres Verkehrsministers Ramsauer nur noch deutsche Begriffe zu verwenden wird auch in anderen Ministerien umgesetzt. Ab sofort herrscht Deutschland weit sogar ein Englisch-Verbot. Ramsauer wechselt das neu entstandenen Ministerium für deutsche Sprache und Kultur. Damit versucht er jegliche Einflüsse von anderen Ländern zu unterbinden, notfalls mit Polizeigewalt.

Dabei streitet er sich mit dem Minister für Wirtschaft Rainer Brüderle, der unbedingt den Fachkräftemangel beseitigen will, indem er ausländische Facharbeiter integriert. Man einigt sich nach einigen Wochen darauf, nur Österreicher und Schweizer ins Land zu lassen.

Die Freiheit wird immer mehr an Bedeutung gewinnen. Durch die von Sarrazin aufgestellte Thesen und den damit verbundenen Zuspruch der breiten Masse wird die Partei immer mehr Mitglieder kriegen und schlussendlich gleichauf mit den Piraten liegen. Aaron Koenig hingegen wird sich schon sehr schnell von der Partei lösen, da sie ein Großteil seines Konzeptes nicht übernommen hat. Er zieht weiter zu neuen Ufern und gründet erneut eine neue Partei, diesmal die Koenig-Partei.

Die Piraten aber werden in der Bedeutungslosigkeit versinken, da sie mehr damit beschäftigt sind, sich um das Liquid Feedback, BGE oder dem Ort des Bundesparteitag zu streiten, als wirkliche Arbeit gegen ein Überwachungsstaat zu leisten. Ihnen gehen sowohl die Mitglieder, als auch die Wähler abhanden und werden als kleine Randnotiz in die Geschichte eingehen.

Es wird eine School Shooting (der Fachbegriff für den Amoklauf an einer Schule, ist einfach nicht so populistisch) an einer Realschule geben. Der Täter wird ein 17 Jähriger Junge sein, der wie viele andere in seinem Alter auch gewalthaltige Computerspiele spielt. Erneut bricht eine Diskussion über den Sinn von Gewalt in Computerspielen vom Zaum, allen voran die Bild. Der selbsternannte Computerspielexperte Prof. Dr. Christian Pfeiffer kommt aus dem schwadronieren nicht heraus und wird neuer Minister für neue Medien mit Ausnahme des Internets (“Minimed”) der Bundesrepublik, obwohl SPD. Der Jugendschutz wird im Zuge dieser Diskussion nochmals verschärft. Ab sofort werden Spiele schon ab 18 eingestuft, wenn bei ihnen auch nur ein Mensch ums Leben kommt. Wie, ist egal. Die Videospieleindustrie stellt sich darauf ein und ändert die deutsch Version so ab, dass alle Menschen und menschenähnlichen Charakter als Roboter bezeichnet werden. Die vorherigen Spiele sind alle Konsequent ab 18 und müssen an das Ministerium für neue Medien mit Ausnahme des Internets abgeben werden.

Mit dem neuem Ministerium wird auch die Arbeit der Medienpädagogen zunehmend schwerer und die Meisten verschwinden. Nur in Erfurt scheint es ein Institut zu geben, das trotz alledem noch weitermacht, Spawnpoint. Sie versuchen immer wieder mit Gegenstudien zu beweisen, dass man kein klares Bild um gewalthaltige Computerspiele zeichnen kann. Minister Pfeiffer aber will das nicht hören und verbietet schlussendlich alle weitere Forschung in diesem Bereich.

Am Ende des Jahres bereit sich Kanzler zu Guttenberg darauf vor, zusätzlich das Amt des Bundespräsidenten zu übernehmen, nachdem der vorherige Bundespräsident seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, mit dem Worten, dass er sich vom politischen Geschäft erholen will.

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Dem geneigten Leser mag es aufgefallen sein, dass das hier reine Satire ist. Pfeiffer als Minister, obwohl er der SPD angehört, ist auch zu abwegig… ^^

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GamesCom

Lange schrieb ich keinen Rundumschlag, weil mir einfach die Muse fehlte wirklich ein Thema zu finden, über was ich mich aufregen und noch dazu genug Hintergrundinformationen finden kann. Aus diesem Grunde verpacke ich einfach ein Erlebnisbericht in einem Rundumschlag und schreibe dazu meine Meinung.

Jetzt sind ein paar Tage ins Land gezogen, und ich hatte genug Gelegenheit, mir über die GamesCom so meine Gedanken zu machen und mir diverse Ereignisse wieder in mein Gedächtnis zu rufen.

Als jemand der sich schon bei der GamesConvention geschworen hatte nie wieder auf deine derartige Großveranstaltung zu gehen, war meine Meinung natürlich ein wenig voreingenommen. Vielleicht bin ich auch nur frustriert, weil mich die GC dazu verleitet hatte Gothic 3 zu kaufen, die Collectors Edition (bitte kein Mitleid, ob meiner Dummheit). Auch wollte ich nie nach Köln gehen, da diese Säcke den armen Leipzigern die GamesConvention de facto geklaut haben. Als damals die Idee mit der Convention entstanden ist, wollte keine Stadt außer eben Leipzig diese Messe veranstalten. Jetzt aber, wo die Städte gemerkt haben, was für ein Potenzial hinter Games steckt, konnten sich die Messeveranstalter natürlich kaum retten, vor Angeboten. Das Problem war, dass ich diesmal als Aussteller für Spawnpoint hin musste und somit nicht wirklich eine Wahl hatte mich zu verweigern.

Was musste ich machen? Ich war einer der Standbetreuer für Artworks. Generell musste ich erstmal erklären, was wir eigentlich machen, also im ersten Modul eine Community, auf der sich interessierte Spieler anmelden können und ihre Bilder zu Spielen (Screenshots oder nicht sei mal dahin gestellt) hochladen und darüber zu diskutieren. Im zweiten Modul einen Contest, bei dem (sinnigerweise) die Künstler (bewusst ohne Anführungsstrichen) gegeneinander angetreten sind und um Ehre, Ruhm und Preise gekämpft haben. Die besten wurden von einer Fachjury ausgewählt und kamen in eine Wanderausstellung, wovon eine Station die GamesCom war (aktuell ist sie in der Stadtbibliothek in Köln). Im dritten Modul auch Artworks-School geht es schlichtweg darum diese Auseinandersetzung mit dem Spiel und die künstlerische Bearbeitung zu erlernen und als medienpädagogisches Workshopangebot evtl. weiter zu benutzen, sei es in Jugendhäusern oder auch – und das wäre sogar noch besser – in Schulen. Dabei hatte ich interessante Gespräche mit ein paar angehenden Medienpädagogen, mit durchaus offenen Eltern (sie sind mit ihren Kindern ja schließlich auf die GamesCom gegangen, also war das schon irgendwie klar) und auch mit einigen IT-Kollegen (als zukünftiger Student der Angewandten Informatik kann ich das sagen). Besonders lustig waren die Gespräche mit den nicht deutschsprechenden Personen: Mit einen Holländer hatte ich ein Gespräch über seine Zocker-Vergangenheit, dass er auf riesigen Mainframes in den Sechzigern ein Pong-ähnliches Spiel gespielt hat. Eine Französin hatte meine Informationen für ihre Familie auf französisch übersetzt und ich musste ihr drei mal sagen, dass wir hier keine Spiele anbieten. Mit einer Türkin habe ich ein wenig geflirtet (wenn das keinen Ärger gibt) und ihr mitgeteilt, dass sie doch schon unmöglich Mutter sein kann, das sie doch nicht älter als zwanzig ist. Alles in allen waren diese Gespräche doch wesentlich erhebender als erwartet.

Als Teil der Artworks-School haben wir uns mit vier Rechnern dort aufgebaut und die vorbeiziehenden Massen dazu animiert doch mal selber zu versuchen, ob man mit Spielen wirklich Kunst erschaffen kann. Nebenbei erschuf ich selber noch ein paar Kunstwerke (auch auf unseren großen Fernseher), wobei ich auf dieses ganz besonders stolz bin. Im Nachhinein kann ich sagen, dass die meisten einzig und alleine nur da waren um zu Zocken. Wobei hier Portal der Renner war. So toll und wunderbar dieses Spiel auch ist, aber ich kann die dauerhafte Faszination nicht verstehen, auf einer Messe, wo Bioware-Spiele sind. Und einst noch, was soll das Gesieze? Bin ich wirklich schon so alt, dass man mich siezen muss? Jeden der kleinen Dämonen, die mir ein “Sie” um Ohren gehauen hat, hätte ich am liebsten gleich quer durch Köln gestreift. Pah…

Tja, was kann ich noch sagen? Es gibt entschieden zu viele Menschen auf der Welt und des gibt entschieden zu viele Menschen, die anscheinend nichts besseres zu tun haben, als sich stundenlang in irgendeiner Schlange anzustellen, nur damit man mal für fünf oder sechs Minuten ein Spiel spielen kann, welches ersten noch nicht fertig ist und zweitens wahrscheinlich erst in ein paar Monaten rauskommt, nur um sagen zu können: “Ja, ich habe das Spiel als erster gespielt.” Auch werde ich diese Give-away-Jagd nie verstehen. Wie kann man nur derart hinter Schlüsselanhänger, T-Shirts, Buttons, Kulis oder diversen anderen Nonsens hinterher sein? Was ich stattdessen interessanter fand, war die Möglichkeit – zu mindestens im Competence-Bereich – diverse Magazine und auch Bücher (eine Spezialfähigkeit vom Peter: Er geht auf eine Messe mit Spielen und findet mit einer Wahrscheinlichkeit von hundert Prozent die einzigen Bücher.^^) kostenlos zu beziehen. Gut in Ordnung, ein bisschen Nippes habe ich mir auch besorgt. Aber auch nur, weil man dort Fragen beantworten musste. Die Drogenhilfe Köln hat nämlich USB-Armbänder rausgehauen und um diese zu bekommen mussten schließlich Fragen über Spiele und Spielverhalten beantwortet werden. By the way: 2 Millionen Online-Süchtige? Wer legt das fest? Ab wann ist man Online-Süchtig? Wobei die Webseite von denen doch schon was hat und sich der Peter überlegt, ob er das nicht vielleicht so ähnlich auf seiner eigenen Webseite versucht.

Ein kurzer Einwurf zum Competence-Bereich: Kann es sein, dass dieser meiner Meinung nach schon wichtige Bereich bei den meisten Berichterstattungen komplett ignoriert wird? Ich habe bis jetzt keinen Artikel gelesen oder keinen Beitrag gesehen, in der dieser auch nur erwähnt wurde. Versteht mich bitte nicht falsch, ich sehe schon ein, dass es hauptsächlich um die Spiele ging, aber die bewusste Auseinandersetzung mit den Spielen, wie sie teilweise in eben diesen Bereich unterstützt wird, ist doch auch ein wichtiger Aspekt, um die Spiele aus ihren Nischendasein (kann man davon überhaupt noch sprechen, seid es die Casual-Games gibt?) zu holen und gesellschaftlich Akzepttierbar machen. Das sollte vor allem von Zeitungen wie der GameStar, PCGames oder der Gee unterstützt und gefordert werden.

Die Messe war laut, zu laut. Dröhnende Kopfschmerzen und Halsschmerzen waren keine Seltenheit nach einen Tag. Zumal es ja auch schwierig ist, wirklich kreativ tätig zu sein, wenn im Hintergrund eine Band in vollster Lautstärke versucht auf sich aufmerksam zu machen (haben wohl alle ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom). Auch zu kalt war es. Ich habe mitunter gefroren, muss aber zugeben, dass das ein generelles Problem mit den Klimaanlagen ist, sowohl in Kinos, als auch im (höhö) Zug.

Da lob ich mir doch, dass ich als Aussteller in die Buisness-Area hinein darf. Dort war es angenehm ruhig, man konnte relativ günstig essen und das Beste, sich massieren lassen, wobei die Hände der Masseusen natürlich gar nichts ist gegen die Hände diverser anderer Personen, zu der man auch eine gewissen emotionale Bindung hat. Dennoch war es ganz entspannend und für den Aussteller von Welt natürlich Nichts, was er einfach so in den Wind schlägt.

Und wo wir gerade so schön bei der holden Weiblichkeit sind: die berühmt, berüchtigten Messebabes. Gibt es wirklich noch jemanden, der sich wirklich durch diese aufgepuschten, mit Make-Up verzierten Nutten, Entschuldigung Prostituierten angezogen fühlt? Ich für meinen Teil halte nichts von solchen “Frauen” (bewusst Anführungsstrichen), die mir die verfügbaren Frauen vorspielen. De facto sind mir Frauen, die nicht perfekt sind um einiges lieber, da diese durch ihre fehlende Perfektion erst wirklich in meinen Augen perfekt werden. Einzig und allein vorpubertäre Gamer scheinen von diesen angezogen zu werden.

Abschließend kann ich sagen, dass die Messe eine der anstrengendsten Wochen in meinen Leben war, aber diese Erfahrung keinesfalls missen möchte und mir überlege, vielleicht wieder hinzugehen.

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